Als dem 43-Jährigen der Elektroroller gestohlen wurde und er die Diebin noch im Blick hatte, alarmierte er die Polizei. Mit deren Amtshandlung war er allerdings so unzufrieden, dass er laut gerufen hat: „Im Dritten Reich wäre das nicht passiert, Sieg Heil“. Außerdem habe er noch gesagt „unter Himmler war alles besser“.

Das brachte ihm die Anklage wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung und die Erkenntnis, dass es ihm furchtbar leidtue. Es sei nicht zu entschuldigen und er habe sich dumm benommen, so der Angeklagte am Montag.

Angeklagter bereute Aussagen und bat um mildes Urteil

Er sei wegen der Diebin in Rage gewesen und wisse natürlich, dass Himmler ein Massenmörder war. Der Staatsanwalt erinnerte den mehrfach wegen Diebstahls vorbestraften Angeklagten daran vor Gericht. Diebe seien im Dritten Reich als „Reichsschädlinge“ schnell in Arbeitslagern verschwunden oder gar zum Tode verurteilt worden. Das solle er sich besser nicht zurückwünschen.

Mit seiner Bitte um ein mildes Urteil ist der 43-jährige Salzburger auf Gehör gestoßen. Er sei soeben der Obdach- und Arbeitslosigkeit entkommen und hatte befürchtet, eine unbedingte Haftstrafe würde ihn dorthin wieder zurückführen.