Aktuell weist im Stadion nichts mehr auf Dauermieter Red Bull hin. Sämtliche Logos und Vereinsaufschriften wurden abgedeckt und auf Europa League getrimmt. Das Gelände selbst ist mit Stahlgittern abgesperrt, ohne Akkreditierung darf – vom Ordner bis zur Küchenhilfe – niemand mehr rein.
Red Bull sei zwar erfahrener Veranstalter, die UEFA-Maschinerie mit ihrer Manpower, die das Stadion übernimmt, sei allerdings doch beeindruckend, sagte Geschäftsführer Stephan Reiter. „Um ein Gefühl zu bekommen, es sind fast 4.000 Akkreditierungen im Umlauf. Also Mitarbeiter, die am Spieltag arbeiten“, so Reiter.
Supercup mit extremem Sicherheitsaufgebot
Vorsicht wegen „abstrakt hoher Terrorgefahr“
Auch für die Salzburger Polizei ist der Matchtag eine große Herausforderung. Spätestens seit 2015, als beim Länderspiel Frankreich – Deutschland vor dem Stade de France Sprengstoff gezündet wurde, müsse die Terrorgefahr immer mitgedacht werden, sagte der Salzburger Landespolizeidirektor Bernhard Rausch.
Auch die jüngsten Zwischenfälle mit Drohnen auf dem Flughafen Leipzig (Deutschland) hätten gezeigt, wie real die Gefahr sei. „Wir haben aktuell eine abstrakt hohe Terrorgefahr, und es ist der Zeit geschuldet, hier entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen“, so Rausch. Drohnen seien eine Bedrohung, die Polizei habe aber selbst Drohnen im Einsatz zur Überwachung und um Drohnen abzuwehren.
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Umfangreiche Erfahrungen mit Staatsgästen und Promis
Auch für den möglichen Besuch von Prominenten wie dem zum Match eingeladenen französischen Präsidenten Emanuel Macron und dem englischen Prinzen William sei man gerüstet. Auch wenn deren tatsächliches Erscheinen unwahrscheinlich sei, habe man aufgrund der Festspiele Erfahrung mit zahlreichen Staatsbesuchen und der Begleitung prominenter Persönlichkeiten, so Rausch. Wie viele Polizisten tatsächlich im Einsatz sein werden, werde aus einsatztaktischen Gründen allerdings nicht veröffentlicht.