Keine nennenswerten Niederschläge seit den Wintermonaten und schwindende Grundwasserreserven bereiten der Landwirtschaft im gesamten Bundesland aktuell massive Probleme. Aber nicht nur das Wasser, auch Futtermittel für Rinder werden knapp.
So ist laut Fachleuten die Versorgung der Tiere mit Nutz- und Trinkwasser in der Salzburger Landwirtschaft längst nicht mehr gesichert. Von etlichen Almen müssen Tiere wegen Wassermangels vorzeitig abgetrieben und auch erst für den Herbst geplante Schlachtungen vorgezogen werden.
LWK-Tierzuchtdirektor: Keine Trendwende in Sicht
Alpenrind in Salzburg ist der größte Rinderschlachtbetrieb im weiten Umkreis und hat eine extreme Zunahme an täglichen Schlachtungen zu bewerkstelligen. Für eine Trendwende bräuchte es flächendeckenden, ergiebigen Regen, sagt dazu der Tierzuchtdirektor der Landwirtschaftskammer Salzburg (LWK), Bruno Deutinger.
Er befürchtet einen Teufelskreis für einige landwirtschaftliche Betriebe: Gibt es kein Wasser und kein Futter, werden vorzeitig Tiere geschlachtet, um die Bestände zu reduzieren. In der Folge fehlen aber Einnahmen und Existenzen würden gefährdet. Derzeit gibt es in Salzburg 160.000 Rinder, die Hälfte sind Milch- und Mutterkühe, der Rest Kälber und Stiere.