Ein Lokalaugenschein auf der Bräualm bei Mittersill (Pinzgau) ist repräsentativ für die momentane Lage auf vielen Salzburger Almen. Erste Bauern haben bereits ihr Vieh von den Almen geholt, hier will Almbauer Michael Sedivy aber noch durchhalten.
Ohne Kraftfutter und Silage kein Almsommer möglich
Er füttert Kraftfutter zu und bringt per Traktor Silofutterballen auf die Alm. Die 160 Rinder, darunter auch 30 trächtige Kühe eines Bauern vom Starnberger See (Bayern), brauchen jetzt besonders viel Futter. Deren Besitzer hat eigens 20 Siloballen und zwei große Säcke Kraftfutter nach Mittersill bringen lassen – Eine kostspielige Aktion.
Bauer bringt Futter auf Bräualm bei Mittersill
Trockenheit nimmt mit Höhenlage zu
Je höher es auf die Alm geht, umso deutlicher wird die Trockenheit sichtbar. Die Hochalm liegt auf etwa 1.800 Metern Seehöhe. Zwei der Almweiden musste der Landwirt wegen Wassermangels bereits sperren. Dabei sei seine Alm noch etwas besser dran als etwa die Almen auf der Sonnseite mit aktuell besonders wenig Wasser. Bis Ende August möchte der Mittersiller seine Tiere noch auf der Alm behalten.
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Hoffnung auf ergiebigen Regen aufrecht
Eine Woche oder 14 Tage kräftigen Landregen, aber keine Unwetter mit Starkregen wünscht sich Sedivy. Nach dem Starkregen der vergangenen Woche führen einige kleinen Bäche auf der Hochalm zwar wieder etwas Wasser, ergiebig ist es trotzdem nicht.