Ende August hätte die Skulpturenaktion des deutschen Künstlers Ottmar Hörl im Mirabellgarten offiziell zu Ende gehen sollen. Nun musste sie vorzeitig für beendet erklärt werden, weil nur noch 20 der einst 230 Minifiguren übrig sind. Darüber informierte die Stiftung Mozarteum am Mittwoch. Die letzten Figuren habe man auf Wunsch des Künstlers gesichert.
„Das bedeutet, die Ausstellung im öffentlichen Raum ist nun beendet, es werden auch keine weiteren Mozart-Figuren als Ersatz aufgestellt. Aufgrund des Sommerurlaubs der Herstellerfirma war es dem Künstler leider nicht möglich, kurzfristig Ersatzfiguren nachfertigen und die Installation wieder vervollständigen zu lassen“, so die Verantwortlichen in einer Aussendung.
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Großer finanzieller Schaden für Künstler
Bereits Ende Juli hatte Künstler Hörl zum ersten Mal Anzeige erstattet, weil mehr als die Hälfte der ursprünglich 230 Figuren gestohlen worden waren. Die Skulptureninstallation war erst am 15. Juli eröffnet worden. Anlass für die Kunstaktion war der 270. Geburtstag Mozarts im Jänner.
Jede Kunststoffstatuette wurde vom Künstler einzeln in einem speziellen Verfahren gegossen, das es nur im deutschen Coburg gibt. Deshalb waren an den Figuren auch keine Nähte zu sehen. „Die ganze Figur wird mit Vakuum rausgezogen und erst draußen, beim Erkalten, entsteht diese Figur“, so Hörl im Juli im ORF-Interview.
Für ihn sind die Diebstähle auch mit einem hohen finanziellen Schaden verbunden. „Bei 100 Figuren sind das 10.600 bis 10.700 Euro, die bis jetzt gestohlen worden sind“, schilderte Hörl. Die Figuren befanden sich im Eigentum des Künstlers. Im Anschluss an die Ausstellung hätten die Objekte verkauft werden sollen.
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Große internationale Resonanz
Die Aktion habe aber großen nationalen und internationalen Anklang gefunden, die positive Resonanz sei äußerst erfreulich gewesen. „In Abstimmung mit dem Künstler wurde entschieden, einen kleinen Teil der öffentlichen Installation im Mirabellgarten zu sichern, da die illegale Mitnahme von Figuren überhandgenommen hat. Nun sind zu unserem Bedauern auch noch die restlichen Figuren abhandengekommen“, sagte Linus Klumpner, Geschäftsführer der Internationalen Stiftung Mozarteum.