Laut Anklage habe der Mann die Trennung von seiner Freundin nicht akzeptieren wollen: dutzende Anrufe täglich, persönliches Verfolgen auf offener Straße, Champagner und Sexspielzeug vor ihrer Haustür, Banküberweisungen mit „unguten Botschaften“ – all das führte schließlich zu einer Anklage wegen Stalkings, beharrlicher Verfolgung und Belästigung.
Richterin schrieb Mann zur Festnahme aus
Am Mittwochvormittag hätte der Prozess dazu am Salzburger Landesgericht stattfinden sollen. Der Lungauer erschien aber nicht und wurde deshalb von der zuständigen Richterin zur Festnahme ausgeschrieben.
Im für den Angeklagten günstigsten Fall kann er sich im Laufe des Mittwochs noch vor Gericht verantworten. Im für ihn schlechtesten Fall muss er für 48 Stunden hinter Gitter und auf einen neuen Verhandlungstermin warten. Auch eine Untersuchungshaft gegen den Mann könnte verhängt werden.
Im vergangenen Jahr wurden österreichweit rund 14.000 Betretungs- und Annäherungsverbote gegen verdächtige Gewalttäter, auch Stalker, verhängt. Gleichzeitig wurde rund 5.000 Mal gegen diese Verbote verstoßen.