Wiens Bürgermeister Ludwig schlug am Dienstag einen neuen Modus für Gastpatienten vor und sprach sich für eine Direktverrechnung unter den Bundesländern aus. Im Ö1-Sommerinterview propagierte er die Maßnahme als rasche Lösung, da das Modell der Gesundheitsregionen – das Ludwig wiederholt gefordert hatte – derzeit von anderen Bundesländern abgelehnt werde.
Unterstützung für den Vorschlag der Direktverrechnung kommt am Mittwoch aus Salzburg. Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) spricht von einem derzeitigen Defizit von rund 100 Millionen Euro. Sie hält die Direktverrechnung für einen möglichen Weg zu mehr Kostengerechtigkeit.
„Gleiche Preise für gleiche Leistung“
„Ich finde, das ist ein guter Vorschlag. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Wir müssen uns natürlich dann auch committen, dass überall für die gleiche Leistung der gleiche Preis zu zahlen ist. Denn soviel ich weiß, sind in Wien in einigen Bereichen die Kosten viel höher“, so Gutschi.
Geht es nach ihr, sollten die Gespräche über eine neue Form der Finanzierung bereits im kommenden Herbst starten, ergänzt Gutschi. Dabei sollen die Bundesländer ausloten, wie eine Direktverrechnung konkret aussehen könnte.