Brunnen schlagen, Quellen fassen, Leitungen verlegen, Wasserspeicher anlegen – es gebe zahlreiche Möglichkeiten, die Wasserversorgung rasch sicherzustellen, hieß es am Freitag von der Landwirtschaftskammer. Fachleute helfen dabei, bestehende Anlagen zu prüfen und neue Lösungen zu finden, sagte Landwirtschaftskammer-Präsident Rupert Quehenberger: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass sich die Betroffenen jetzt melden. Damit man jetzt schon schaut, wie man die Situation entschärfen kann, um für die Zukunft eine sichere Trinkwasserversorgung für Mensch und Tier sicherzustellen.“
Verbesserungspotenzial bei rund 100 Betrieben
Rund 50-100 Betriebe im Bundesland könnten davon profitieren, ihre Wasserversorgung zu verbessern, so Quehenberger. Vor allem bei Almwirtschaften sieht der Präsident der Salzburger Landwirtschaftskammer Potential: „Dort gehört nachgeschaut, ob es irgendwo Ressourcen gibt, die mit einer sauberen oder besseren Fassung besser genutzt werden können. Oder ob es neue Quellen zu erschließen gibt oder ob es die Möglichkeit eines Verbundes gibt, also dass man sich mit anderen zusammenschließt.“
Viertel der Kosten durch Förderungen gedeckt
15.000 bis 30.000 Euro kosten solche Wasserprojekte im Schnitt. Durch bestehende finanzielle Hilfen von Bund und Land sei aber meist ein Viertel der Projektkosten abdeckbar, heißt es von der Landwirtschaftskammer. Etliche Salzburger Betriebe könnten so auch in Zukunft Mensch und Tier mit ausreichend Wasser versorgen.