Bei der Erichhütte am Hochkönig (Pinzgau) ist am Wochenede nur noch eingeschränkter Betrieb, bevor morgen geschlossen werden muss. Es fehlt schlicht das Wasser, um die Gäste zu versorgen und um die Sanitäranlagen zu betreiben.
Ludwig Bürgler von der Erichhütte: „Es ist schwierig, die Quelle ist da ein Stück weiter oben und die ist schon ganz trocken. Und bis jetzt war es so, dass sie ein bisserl geronnen ist. Jetzt haben wir ab und zu einen Ruhetag gemacht, aber jetzt ist einfach fast gar nichts mehr da. Und das ist auch im Tagesbetrieb schwierig mit den Kloanlagen.“ Gästen habe man bereits ansagen müssen, denn die Versorgung wäre so nicht mehr möglich gewesen.
Auf den Wegen ist die Trockenheit immer wieder sichtbar. Nur wenige Kilometer entfernt bei der Bürglalm ist man in einer besseren Lage und hat ausreichend Wasser, so Anton Bürgler.
Andrang auf Almen dennoch groß
Der Andrang auf den Almen sei insgesamt dennoch groß, wie auch der Alpenverein berichtet. Die Trockenheit ist aber auch Thema unter den Wanderern auf den Hütten.
Almen kämpfen mit Wassermangel
Trockenheit und Hitze, auch in hohen Lagen prägen diesen Sommer auf den Almen. Bewirtschaftete Hütten müssen zum Teil vorübergehend zusperren oder können ihre Sanitäranlagen nicht betreiben. Viele Hüttenwirte haben einen Almsommer wie diesen noch nie erlebt.
Auch das Happisch-Haus musste geschlossen werden und mit Trinkwasser versorgt werden. Mehr dazu in: Trinkwasser zum Happisch-Haus geflogen (salzburg.ORF.at, 4. August 2026 )
„Es wird weniger Milch und Fleisch geben“
Bei der Dientalm in Mühlbach (Pongau) freut man sich über viele Gäste. Aus der Sicht des Almbauern stimmt dieser Sommer aber nachdenklich. Rudolf Nussbaumer dazu: „Grundsätzlich, glaube ich, sind alle Landwirte und Almbauern sehr betroffen von dieser Trockenheit, von dieser Dürre, es wird weniger Milch geben, es wird weniger Fleisch geben. Ich glaube, oder hoffe zumindest, dass sich dann die Preise zumindest erholen. Das wäre für uns Landwirte mal grundsätzlich kein schlechter Ausblick, ob es dann so eintritt oder nicht. Und in Zukunft muss man schauen, dass wir mehr Wasser fassen und das Wasser bewusster einsetzen.“
Alle hoffen also auf Regen, damit die Almsaison vielerorts noch bis zum Nationalfeiertag weitergehen kann.