Über 1.500 Personen aus der Schweiz beurteilten dafür fiktive Gesprächsszenarien, wie die Universität Bern am Mittwoch mitteilte. Der Ausdruck von Emotionen oder das Teilen persönlicher Erfahrungen durch die Ärzteschaft wurde durchweg positiv oder neutral bewertet.

Zeigte eine Ärztin oder ein Arzt beispielsweise Traurigkeit und hatte Tränen in den Augen, erhöhte das das wahrgenommene Mitgefühl deutlich. Auch das Einbringen einer passenden persönlichen Erfahrung, etwa über die Erkrankung einer nahestehenden Person, steigerte die Bewertungen für Vertrauen und Professionalität signifikant.

Kein Risiko für die eigene Professionalität

Ein zentraler Befund der Studie ist, dass solche emotionalen Äußerungen die Wahrnehmung der Professionalität nie verschlechterten. Dies widerlege die verbreitete Befürchtung, dass der Ausdruck von Emotionen ein Risiko für die eigene Professionalität sei, wird der Erstautor Robert Staeck in der Mitteilung zitiert.