Vizemeister Sturm reist zum Drittligisten SV Seekirchen (20.30 Uhr) nach Salzburg, für die Mannschaft von Trainer Fabio Ingolitsch ist es das zweite Pflichtspiel binnen 72 Stunden. Die Grazer feierten am Dienstag mit dem 4:0-Heimsieg gegen Heart of Midlothian in der Champions-League-Qualifikation einen erfolgreichen Saisoneinstand.

Im Cup soll nun der Regionalligist aus Seekirchen kein Stolperstein werden. Ingolitsch erwartet von seiner Truppe „maximale Seriosität“. Man werde „den Gegner sehr ernst nehmen, wir wollen aber so schnell wie möglich für klare Verhältnisse sorgen“, sagte der Coach. Der deutliche Erfolg gegen die Schotten habe seinen Spielern „Vertrauen und ein gutes Gefühl gegeben“.

David gegen Goliath im ÖFB-Cup

Im ÖFB-Cup wollen wieder einmal die Außenseiter die Favoriten ärgern. Beim Auftakt am Freitag sind bereits Altach, der WAC, die WSG Tirol, die SV Ried und Sturm Graz im Einsatz.

Dieses sollte angesichts eines dichten Programms helfen, denn auf Sturm warten nun binnen 15 Tagen fünf Auswärtspartien in Serie. „Wir wollen nicht darüber jammern, ganz im Gegenteil. Wir wollen diese Spiele genießen“, erklärte Ingolitsch, der angesichts der klaren Favoritenrolle am Wallersee in der Startelf rotiert, „um maximale Frische auf den Platz zu bekommen“. So wird unter anderen Jacob Hödl geschont. Unabhängig vom Gegner wolle man aber in jedem Match „Vollgas“ spielen, kündigte der Coach an.

Despotovic hofft auf erfolgreiches Debüt

Die SV Ried gastiert in der Arena Birkenwiese bei Drittligist FC Dornbirn (18.30 Uhr), Neo-Coach Mario Despotovic absolviert sein SVR-Debüt. „Gerade im Cup wissen wir, dass andere Gesetze gelten. Unser Ziel ist es, mit der richtigen Einstellung und mit voller Intensität aufzutreten“, meinte der Kroate. „Im Cupspiel muss man den Gegner immer sehr ernst nehmen. Wir sind uns bewusst, dass es kein Selbstläufer wird“, meinte er im ORF-Interview.

Despotovic muss bei seinem Debüt verletzungsbedingt auf Philipp Pomer, Fabian Rossdorfer, Dominik Kirnbauer und Michael Sollbauer verzichten. Ried – in der Vorsaison erst im Cuphalbfinale am späteren Sieger LASK knapp gescheitert – gewann alle fünf bisherigen Duelle mit Dornbirn und erhielt dabei kein Gegentor.

„Haben Respekt vor der Aufgabe“

Die WSG Tirol tritt beim SC Wieselburg (18.30 Uhr) an, alles andere als ein Sieg der Mannschaft von Trainer Philipp Semlic beim niederösterreichischen Landesligisten wäre eine faustdicke Sensation. Altach bestreitet seinen Saisonauftakt gegen Regionalliga-Ost-Club SV Leobendorf (19.00) und absolviert dabei die weiteste Cupanreise. „Wir haben Respekt vor der Aufgabe. Nichtsdestotrotz sind wir da in der Pflicht und wollen und müssen weiterkommen“, erklärte SCR-Coach Ognjen Zaric.

Der WAC reist unterdessen ins Ländle zu Drittligist FC Lauterach (19.00), im Bruno-Pezzey-Stadion startet Coach Thomas Silberberger in seine erste volle Saison mit den Lavanttalern. „Ich werde meine Mannschaft dazu einfordern, dass wir wie ein Bundesligist auftreten. Und wenn man wie ein Bundesligist auftritt und den Gegner maximal ernst nimmt, dann sollte der Klassenunterschied sichtlich sein, und man sollte diese Cuphürde nehmen. Aber unterschätzen tun wir keinen“, betonte Silberberger im Vorfeld im ORF-Interview.