Dass sein Teamkollege Charles Leclerc vor einem Jahr auf die Poleposition vor den Toren Budapests raste, verschlimmerte Hamiltons Einschätzung damals noch. „Das Team hat ja kein Problem, der Wagen steht auf der Pole. Vielleicht müssen sie den Fahrer austauschen“, sagte der Brite desillusioniert.

Hamilton hatte 2025 als Ferrari-Neuling heftig mit dem neuen Dienstwagen zu kämpfen und fuhr von Rückschlag zu Rückschlag. Heute an gleicher Stelle am Rande des Grand Prix von Ungarn ist der mittlerweile 41-Jährige wie verwandelt.

Mit seinem Wagen fremdelt der Rekordweltmeister längst nicht mehr, in Barcelona gewann er erstmals für die „Scuderia“. Und in der WM-Wertung liegt er sogar auf Platz zwei hinter Mercedes-Teenager Kimi Antonelli.

Hamilton „stolz“ auf Team und sich

„Ich bin stolz auf alle im Team und ich bin auch stolz auf mich selbst, dass ich mich aus der Situation wieder herausgekämpft habe“, sagte Hamilton, der in Ungarn neunmal die Pole holte und achtmal das Rennen gewann.

„Eines Tages, wenn ich meine Dokumentation drehe, werde ich alles über dieses Wochenende erzählen und darüber, was dazu geführt hat. Selbst zu Beginn dieser Woche habe ich noch viel von der Woche damals gespürt“, sagte er nun. „Jetzt bin ich aber meilenweit von damals entfernt.“

Der 4,381 Kilometer lange Kurs liegt Hamilton, seinem Ferrari sollte er auch liegen. Und vielleicht kann der Engländer vor der Sommerpause sogar noch den Rückstand von 45 Punkten auf WM-Spitzenreiter Antonelli verkürzen. An die Weltmeisterschaft denke er aber nicht, meinte Hamilton: „Ich konzentriere mich nur auf dieses Wochenende, ein Rennen nach dem anderen.“