„Es war ein großartiges Spiel, ein großer Kampf. Man lernt am meisten, wenn man verliert. Letzte Woche hat sie mit mir gespielt, da habe ich sehr viel gelernt“, sprach Tagger beim On-Court-Interview die klare 2:6 2:6-Niederlage aus der Vorwoche an. Österreichs Nachwuchshoffnung weiter: „Ich möchte einfach mehr Erfahrung auf diesem Niveau sammeln. Ich hätte vor zwei Wochen nicht geglaubt, dass ich ins Semifinale kommen kann. Jetzt ist es passiert, es ist ein Traum.“
Im ersten Satz hielten beide Spielerinnen bis zum 3:3 ihr Service, ehe Tagger mit drei Spielgewinnen in Serie den ersten Durchgang zu ihren Gunsten entschied. Die 19-Jährige erwischte dann auch den perfekten Start in den zweiten Satz und erspielte sich eine rasche 2:0-Führung.
Tagger wackelt nur kurz
Die Weltranglisten-40. konterte aber prompt und glich aus. Tagger blieb unbeeindruckt und wurde mit einem weiteren Break zum 5:3 belohnt. Beim Ausservieren wackelte Österreichs Nummer zwei und kassierte erneut das sofortige Rebreak. Aber auch diesen Rückschlag steckte Tagger weg: Sie durchbrach Bejleks Aufschlag ein weiteres Mal und verwertete nach 1:39 Stunden Spielzeit schließlich ihren dritten Matchball.
Im Kampf um das zweite Endspiel ihrer noch jungen Laufbahn bekommt es Tagger nun mit der als Nummer zwei gesetzten Barbora Krejcikova zu tun. Die tschechische Lokalmatadorin wies ihre Landsfrau Dominika Salkova souverän mit 6:3 6:3 in die Schranken.
WTA-250-Turnier in Prag
(Tschechien, 246.388 Euro, Sand)