Der frühere zweimalige Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua hat bei seinem ersten Kampf seit seinem Verkehrsunfall ein Debakel verhindert. Der Brite schlug den Albaner Kristian Prenga in der zweiten Runde k. o., nachdem er in der ersten Runde bereits kurz vor einer Niederlage gestanden hatte.
Der 36-Jährige war im saudi-arabischen Dschidda nach rund 20 Sekunden nach einem Aufwärtshaken des großen Außenseiters zu Boden gegangen und etwa 40 Sekunden vor Ende der ersten Runde ein weiteres Mal angezählt worden.
Joshua erinnert an verstorbene Freunde
In der zweiten Runde zeigte sich Joshua deutlich erholt – und beendete den Kampf mit einem rechten Haken vorzeitig. „Das war mehr als nur Schlagkraft“, sagte Joshua über den entscheidenden Treffer. „Das war Kampfgeist. Das waren Latz und Sina, das war die Familie. Allein darüber zu sprechen, tut weh.“
Es war Joshuas erster Kampf nach seinem Verkehrsunfall im Dezember 2025, bei dem zwei Freunde des Boxers ums Leben gekommen waren. Sina Ghami war Joshuas Personal Trainer, Latif „Latz“ Ayodele ein weiterer Betreuer. Der Boxprofi selbst überstand das Unglück in Nigeria mit leichten Verletzungen.
Joshua rettet Millionen-Fight
Der 36-Jährige rettete mit der Leistungssteigerung in Dschidda nicht nur seinen Sieg, sondern auch einen geplanten Millionen-Fight. Ein Vertrag für einen Kampf noch in diesem Jahr zwischen Joshua und dem britischen Boxstar Tyson Fury (37) ist nach Angaben des Promoters Eddie Hearn bereits unterzeichnet. Die Bedingung war allerdings, dass beide ihre Aufbaukämpfe gewinnen. Fury hatte das kurz zuvor gegen den Polen Mariusz Wach erledigt.