Der Durchmarsch von der fünften Leistungsstufe gelang mit drei Titeln in Folge und der Hilfe aus Kalifornien. „Mit der Partnerschaft mit LAFC ist es erst so schnell möglich geworden“, sagte Rauch der APA.
Der Club aus der Major League Soccer (MLS) war 2023 als Partner eingestiegen und hat sein Engagement in diesem Jahr ausgebaut. An der in eine eigene Gesellschaft ausgegliederten Profimannschaft übernahmen die Amerikaner 99 Prozent und gaben die Anteile an den Grasshoppers Zürich ab – Wacker ist ihr exklusiver Europapartner.
Wacker gewinnt Innsbrucker Cupderby
Auftakt nach Maß für Wacker in die neue Saison.
„LAFC bietet Stabilität und Perspektive“
Eine Entwicklung, die vorgezeichnet war. „Was jetzt passiert, hat man beim Einstieg vor drei Jahren klar definiert“, sagte Rauch. „Ein Partner wie LAFC bietet wirtschaftliche Stabilität und sportliche Perspektive in einem Netzwerk.“ Das Netzwerk geht über den Stammverein hinaus.
LAFC ist über Red&Gold Football, ein Joint Venture mit Bayern München unter Leitung des ehemaligen Salzburg-Geschäftsführers Jochen Sauer, an Clubs in Gambia, Uruguay, Südkorea und Ecuador beteiligt. Mit diesem internationalen Know-how will man einen Schlussstrich unter jahrelange, schmerzhafte Fußballhistorie ziehen.
„Die wirtschaftliche Stabilität ist das Wichtigste, danach kommt der sportliche Erfolg“, betonte Rauch mit Blick auf die Vergangenheit. Der Club, unter dem Namen Wacker Innsbruck in den 70er Jahren fünfmal Meister und als Nachfolgeverein FC Tirol auch fünffacher Champion, hat einen Konkurs hinter sich, der zum Zwangsabstieg führte. Als FC Tirol hatte es auch schon im Jahr 2002 einen Konkurs gegeben.
„Der Verein hat sich komplett stabilisiert, wir merken das auch, was das Umfeld betrifft, wir sind in der Stadt- und Landespolitik und auch im Sponsorenbereich ein attraktiver Partner“, sagt Rauch. Attraktiv ist Wacker auch weiterhin bei den Tiroler Anhängern, durchschnittlich 3.000 Fans wurden in den Regionalliga-Heimspielen gezählt.
Erst Fuß fassen, dann Ziel Bundesliga
Nun gilt es, in der zweiten Liga schnell Fuß zu fassen. „In den ersten Spielen müssen wir in der Liga ankommen, aber im gesamten Saisonverlauf wollen wir uns im vorderen Tabellendrittel festsetzen. Unser Motto ist: Alles kann, nichts muss“, so der Vereinschef, dessen Team im Uniqa-ÖFB-Cup zum Auftakt gegen Reichenau mit 3:0 gewann.
Im Visier ist aber auch der nächste Aufstieg, der nicht zu lange auf sich warten lassen soll. „Es ist klar definiert, dass wir nicht jahrelang in der 2. Liga verweilen wollen. Das Ziel ist, mit LAFC klar definiert, die Bundesliga. In zwei, drei Jahren sollte das machbar sein“, so Rauch.
Bewerkstelligen soll das Trainer Sebastian Siller mit vielen Tiroler Spielern und jungen Profis mit Entwicklungspotenzial. In diese Kategorie fallen die beiden 20-jährigen Leihspieler des LAFC. Stürmer Adrian Wibowo aus Indonesien und Mittelfeldmann Matt Evans aus Guatemala, beide Nationalspieler, sollen Erfahrung sammeln.
Auch Bregenz setzt auf ausländischen Investor
International tritt auch Wackers Auftaktgegner am Freitag (18.30 Uhr), SW Bregenz, auf. Die Vorarlberger sind dem Abstieg nur entgangen, weil kein Verein aus der Ostliga aufstieg, und setzen nun auf Unterstützung aus Japan. Takashi Okuri ist mit seiner Nippon Rika Industries Corporation bei den Bregenzern eingestiegen und bringt eine Kooperation mit Tochigi City mit. Der rund 100 km nördlich von Tokio beheimatete Club schaffte in drei Jahren den Aufstieg von der fünften in die zweite japanische Liga. Trainer Martin Brenner hat eine entsprechend multinationale Mannschaft zur Verfügung. Bregenz hat unter anderem fünf Japaner, darunter Torhüter Peter Kwame Aizawa und Spielmacher Genta Omotehara, und vier Brasilianer unter Vertrag.