Nach dem überraschend deutlichen Sieg in Graz wappnet sich Österreichs Vizemeister für eine Reaktion der Schotten im gut 20.000 Fans fassenden Tynecastle Park in Edinburgh. „Es wird ein Riesenfokus darauf sein, die Mannschaft mental richtig auf das Spiel vorzubereiten. Wir werden in einem Stadion spielen, das rappelvoll ist, das atmosphärisch-akustisch richtig viel mit sich bringt“, vermutete Ingolitsch vor der Begegnung.
Die Hearts befinden sich nach der sensationellen letzten Saison, die beinahe im Meistertitel gemündet hätte, im Umbruch. Das zeigte sich in Graz, wo der schottische Vizemeister keine vier Tore schlechter war, sondern Sturm vielmehr höchst effizient.
Sturm bleibt vor Rückspiel fokussiert
Sturm Graz geht nach dem klaren 4:0-Heimsieg gegen Heart of Midlothian mit Vorsicht ins Retourmatch der Champions-League-Qualifikation. Die Hearts geben sich noch nicht geschlagen.
„Wenn wir vier Tore schießen können, können sie das auch“, meinte Ingolitsch. Er forderte von seiner Mannschaft volle Konzentration ein. „Da darfst du nicht in Gefahr laufen auf ein oder zwei schnelle Tore, weil sonst kannst du noch richtig in Probleme kommen. Wir wollen unser großes Ziel erreichen, die Hearts auszustechen.“
Sturm spielt auch auswärts auf Sieg
„Wir spielen auf Sieg und schauen, dass wir von der ersten Minute an Vollgas spielen. Dann werden wir die nächste Runde erreichen“, kündigte Neuzugang Simon Seidl an. „Es ist nur Halbzeit, es gibt noch ein Spiel. Hoffentlich gewinnen wir auch dieses“, sagte Mittelfeldspieler Ryan Fosso. Gelingt der Aufstieg, wartet als vorletzte Aufgabe vor der Königsklasse der Sieger des Duells von Fenerbahce mit Gornik Zabrze. Der Club aus Istanbul siegte im Hinspiel gegen die Polen zu Hause 1:0.
Sturm hat noch nie einen Viertorevorsprung nach einem Europacup-Hinspiel verspielt. Allzu oft kam diese Situation freilich noch nicht vor. 1998 wurde Ujpest Budapest in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League zunächst 4:0 geschlagen, ehe Mario Haas, Hannes Reinmayr und Kollegen in Ungarn einen 3:2-Sieg folgen ließen.
Nun reist Sturm mit der vielversprechendsten Ausgangslage seit dem Conference-League-Sechzehntelfinale 2024 gegen Slovan Bratislava für ein Rückspiel in die Fremde. Da ließen die Grazer nach einem 4:1 zu Hause nichts mehr anbrennen und siegten auch in der Slowakei mit 1:0.