Zur großen Herausforderung wurde im Vorfeld der neuen Saison allerdings die Transferzeit. Mit Mame Wade, Jack Lahne und Amine Bouchenna kamen den Lustenauern die drei besten Torschützen der Aufstiegssaison abhanden. Zusammen erzielte das Trio 23 der 40 Treffer im Meisterjahr. Bange wird es Mader dennoch nicht.

„Wir sind das Thema schon relativ früh angegangen. Schon während der Frühjahresmeisterschaft haben wir begonnen zu planen. Wir haben Spieler in unserer Scouting-Datei gehabt, die wir wollten“, berichtete er. Geplant wurde zweigleisig, also auch für den Fall des Verbleibs in der 2. Liga.

Neuzugänge sollen Lücken schließen

„Alle drei kannst du als Lustenau nicht ersetzen. Aber wir haben einen Kader erstellt, der diese Abgänge irgendwie kompensieren kann“, stellte Mader fest. Der von Hertha Wels nach 13 Saisontoren geholte Albin Gashi und die Leihspieler Precious Benjamin (Hoffenheim), Dominik Weixelbraun (Rapid) und Dion Kacuri (Basel) sollen die Lücken schließen. In der Abwehr erwartet man von Rückkehrer Danilo Soares und dem von Amstetten verpflichteten Niklas Pertlwieser Stabilität.

Auf „Notschüsse“ sei man nicht mehr angewiesen, hielt Mader fest. Vor vier Jahren dauerte es bis in den Saisonstart hinein, ehe der Kader stand. Mit ein Grund: Vom Kooperationspartner Clermont Foot kamen erst spät Leihspieler. Die Zusammenarbeit mit den Franzosen wurde heuer beendet. Dass der Kader in diesem Jahr schon im Juli nahezu komplett war, „soll uns helfen“, meinte Mader. Das Ziel ist klar definiert: „Für uns zählt nur der Klassenerhalt.“

Heimstadion als wichtiger Faktor

Mader bleibt vor dem Bundesliga-Auftakt realistisch. „Als Aufsteiger haben wir wahrscheinlich das geringste Budget. Wir müssen am Boden bleiben.“ Bei etwas mehr als sechs Millionen Euro soll Lustenaus Budget liegen. Der Club will auf gesunden wirtschaftlichen Beinen stehen.

Als wichtiger Faktor gilt das umgebaute Reichshofstadion. Die neue Arena bietet 5.138 Besuchern und Besucherinnen Platz und soll bei jedem Heimspiel gut gefüllt sein. Auf 3.000 Abonnenten hofft der Club. In der vergangenen Saison verlor Lustenau in 15 Heimspielen bei zehn Siegen nur eine Partie.

Austria Lustenau startet am Sonntag (17.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Ried in die neue Bundesliga-Saison, danach folgt auswärts eine Partie gegen den GAK, ehe der WAC im „Ländle“ gastiert. Dann soll auch die neue Offensive zünden. In sechs Testspielen schoss Lustenau nur fünf Tore, im ÖFB-Cup in Krems siegte der Bundesligist minimalistisch mit 1:0. Jedoch ließen Kapitän Matthias Maak und Co. in jedem dieser sieben Spiele auch nur maximal ein Gegentor zu.