Bei Red Bull Salzburg ist in der Sommerpause kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Das Einkaufsprogramm des früheren Serienmeisters ist kurz vor dem Bundesliga-Saisonstart aber noch nicht abgeschlossen. „Wir werden uns sicher weiterhin umschauen“, sagte Sport-Geschäftsführer Marcus Mann am Donnerstag. „Ich kann nicht ausschließen, dass noch neue Spieler dazukommen.“
Hinter dem neuen 19-jährigen Stammgoalie Christian Zawieschitzky war zuletzt der frühere Austria-Wien-Goalie und langjährige Bayern-München-Reservist Christian Früchtl im Gespräch. „Diese Position soll auf jeden Fall besetzt werden“, bestätigte Mann. „Aber ich schlafe ruhig, weil wir, was die Torhüter betrifft, gut aufgestellt sind.“
Härtefälle im Salzburger Kader
Adam Daghim, nach einem Jahr Leihe von VfL Wolfsburg zurückgekehrt, soll vor einem Transfer zu 1899 Hoffenheim stehen. Laut Sky-Angaben sollen sich die beiden Clubs auf 14 Millionen Euro Ablöse exklusive Bonuszahlungen für den Flügelspieler geeinigt haben. „Er ist für mich nach wie vor ein Spieler von Red Bull Salzburg. Er hat eine super Einstellung“, sagte Neo-Trainer Danny Röhl über den Dänen.
Sein Kader ist groß. Einige gestandene Akteure wie Lucas Gourna-Douath und Aleksa Terzic trainieren derzeit gar nicht mit der ersten Mannschaft und sollen noch abgegeben werden. „Es ist nicht einfach, Menschen, die sich nichts zuschulden haben kommen lassen, wegzuschicken, aber ich muss eine Entscheidung treffen“, sagte Mann. „Es fällt mir sehr schwer.“
Einen Sonderfall stellt Maurits Kjaergaard dar. Beim Mittelfeldmann, bei dem sich ein Sommertransfer zerschlagen hat, bezeichnete es Mann als „logische Konsequenz“, dass er wieder ins Mannschaftstraining einsteige. „Schon alleine aus Respekt, was Maurits Kjaergaard bisher hier geleistet hat.“
Titellose Zeit soll enden
Klares Ziel für die kommende Saison ist es, die längste Durststrecke der Red-Bull-Ära nach drei Saisonen ohne nationalen Titel enden zu lassen. „Die Vorbereitung war für mich gut. Es sind ein guter Schwung und eine gute Arbeitsmoral in der Mannschaft“, meinte Mann.
„Es ist uns allerdings bewusst, dass es kein Selbstläufer ist und dass wir die Gegner nicht an die Wand spielen werden. Der rote Teppich wird uns sicher nicht ausgelegt.“ Wenn man die Aufgaben gut erledige, habe man aber gute Chancen, am Ende „etwas in der Hand zu haben“.