Drei souveräne Auftritte im Cup und Europacup lassen Rapid positiv in Richtung Ligastart blicken. „Der Start war ganz ordentlich, nicht nur von den Ergebnissen, sondern auch von den Leistungen“, bilanzierte Verteidiger Jakob Schöller. Nun wartet aber ein anderes Kaliber als Wienerberg im Uniqa-ÖFB-Cup oder Santa Coloma aus Andorra.
„Altach ist ein komplett anderer Gegner, als gegen die wir bisher gespielt haben. Was man in den Testspielen gesehen hat, versuchen sie, mehr zu spielen, man sieht, dass sie ihren Stil weiterentwickelt haben“, analysierte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup.
Rapid erfüllt Pflichtaufgabe in Conference-League-Quali
Rapid hat seine Hürde in der Conference-League-Qualifikation souverän genommen. Der 6:2-Sieg gegen Santa Coloma aus Andorra gibt den Hütteldorfern Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.
Thorup hofft auf viele Spiele im Herbst
In der Startelf des Gegners erwartete er sieben bis acht Akteure, die auch beim 1:1 in Altach am 1. März spielten. „Das spricht für Kontinuität und für das Team“, sagte der Däne. In seinem Team ist der Einsatz von Romeo Amane fraglich. „Wenn jetzt noch nicht, dann wird er für das Europacup-Match bereit sein“, sagte der 37-Jährige.
Da geht es am Donnerstag in Estland gegen Paide, als Belohnung dafür, dass die Hürde Santa Coloma souverän genommen wurde. „Wir hoffen, dass wir für eine lange Zeit fast jede Woche zweimal spielen dürfen.“ Ihrem Spielstil wollen die Wiener dabei jeweils treu bleiben. „Jedes Spiel ist zwar anders, aber wir müssen unsere Qualitäten einbringen, um ein gutes Resultat zu holen“, sagte Thorup vor dem Bundesliga-Auftakt.
Positive Serie gegen Altach
Die Wiener wollen vor zumindest 14.000 Fans gegen Altach zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen bleiben und hoffen, dass sie auch in der fünften Saison in Folge im ersten Heimspiel einen Zu-null-Sieg feiern können.
„Es ist wahrscheinlich ein Vorteil für sie, dass sie unter Wettkampfbedingungen schon einen gewissen Rhythmus haben, und sechs Tore muss man erst einmal erzielen“, sagte Altach-Trainer Ognjen Zaric.
Rapid zähle für ihn zu den „Top-Drei-Teams“ der Liga. „Wenn wir auf 100 Prozent kommen, wird es aber auch für Rapid nicht leicht“, betonte Zaric. Vor allem in Patrick Greil ruhen im Duell mit dessen Ex-Club große Hoffnungen. Nur als „Joker“ sind vorerst die beiden Stürmer Marko Raguz und Srdjan Hrstic eingeplant.
Austria vor Wolfsberg gewarnt
Die Austria ist beim WAC gefordert: Die „Wölfe“ sind in der Liga zu Hause seit acht Spielen ungeschlagen, in den jüngsten vier Auftritten vor eigenem Publikum gab es keinen Gegentreffer. Zu verdanken haben sie diese Entwicklung auch Trainer Thomas Silberberger, der den Karren bei den Kärntnern im Saisonfinish aus dem Dreck gezogen hat. „Wir wollen natürlich unsere vorhandene Aufbruchstimmung noch maximieren“, so der Tiroler. Die Vorbereitung sei „sehr gut“ gewesen. Auch deshalb hoffe man, die Austria schlagen zu können.
Eine leichte Aufgabe dürfe man im zweiten Pflichtspiel nach dem 5:1 im ÖFB-Cup bei Lauterach keinesfalls erwarten. „Uns erwartet ein attraktiver Gegner, der zwei Pflichtspiele mehr in den Beinen hat und schon tolle Leistungen gezeigt hat. Ich glaube, es wird ein richtig cooles Match“, sagte der 53-Jährige.
Generalprobe für nächste Europacup-Hürde
Die beiden Europacup-Spiele der Wiener gegen Liepaja wurden genau unter die Lupe genommen. Personell werden sich die Favoritner allerdings anders präsentieren als beim 3:1-Sieg am Donnerstag im Rückspiel gegen die Letten in der Generali Arena.
„Am Sonntag müssen wir schauen, dass wir unsere besten Spieler auf den Platz bringen, es ist kein Geheimnis, dass uns das deutlich mehr Stabilität gibt“, sagte Austria-Trainer Stephan Helm. Ein Erfolg würde für eine gelungene Generalprobe für das Europacup-Hinspiel in Ploiesti gegen Beitar Jerusalem sorgen.
„Am Sonntag wartet ein ganz anderes Spiel, da wird die Qualität eine andere sein. Wir müssen schauen, unser Spiel so gut als möglich auf den Platz zu bringen“, sagte Kapitän Manfred Fischer. Vergangene Saison gewann der WAC beide Ligaspiele gegen die Austria. Die hatte dafür 2012 (1:0) und 2015 (2:0) die Oberhand behalten, als die beiden Teams auch in der ersten Runde auf Kärntner Boden aufeinandertrafen.