Der Ex-Weltmeister ist damit alleiniger Rekordsieger des seit 1981 ausgetragenen Rennens. „Es war der schwierigste meiner vier Siege hier“, erklärte Evenepoel nach seinem Rekordsieg. Der Olympiasieger hatte 2019 als 19-Jähriger den Klassiker erstmals gewonnen, danach blieb er auch bei seinen Starts 2022 und 2023 erfolgreich.
Wenige Tage nach seinem zweiten Platz bei der Tour de France musste Evenepoel allerdings Schwerstarbeit für seinen Rekordsieg verrichten. Unterstützt von seinem Team kontrollierte Evenpoel zunächst lange Zeit das Geschehen, ehe ihn etwas mehr als 50 Kilometer vor dem Ziel ein Reifendefekt zurückwarf.
Der Belgier fand aber schon 25 Kilometer vor dem Ziel wieder Anschluss an die Spitzengruppe und demonstrierte danach seine Stärke: Bei einer Attacke im letzten Anstieg konnte nur noch Tour-Bergkönig Richard Carapaz mithalten. In der Entscheidung setzte Evenepoel zur Attacke an und setzte sich letztlich im Sprint vor Carapaz durch.
„Ich muss meinem Team für all die Arbeit danken. Ich war in der Pflicht, den Einsatz meiner Teamkollegen zu vollenden“, sagte der Belgier nach dem Erfolg und lobte die Leistung seines Teams.
Gall feierte im Baskenland ein gelungenes Comeback. Der 28-Jährige hinterließ bergauf einen guten Eindruck, im Sprint um die Ehrenplätze war er erwartungsgemäß chancenlos. Der österreichische Giro-Zweite überquerte letztlich mit 29 Sekunden Rückstand als 18. die Ziellinie. Nächste Woche tritt Gall bei der Burgos-Rundfahrt an, ehe mit der Vuelta a Espana sein Höhepunkt der zweiten Saisonhälfte wartet.
Clasica San Sebastian (221,2 km)