„Zwei Siege, 8:1-Tore, das kann sich erst einmal sehen lassen“, bilanzierte Röhl. Den zweiten Pflichtspielsieg nach dem 7:1 im ÖFB-Cup in Oberwart fixierte „Joker“ Karim Konate aber erst in der 89. Minute per Kopf. „Das Tor war für alle eine Erleichterung, Karim wird es sicher helfen“, meinte Röhl.

Das knappe Ergebnis war für ihn kein Problem. „Wir sind in allen Statistiken weit vorne. Die Mannschaft hat weitestgehend fehlerfrei gespielt. Die wichtigste Statistik ist, dass wir ein Tor mehr haben“, betonte der Deutsche. Damit das gelingt, sei zu null zu spielen die Basis und „das Wichtigste“.

Zukunftshoffnung Zabransky

Der 19-jährige Valentin Zabransky leistete seinen Beitrag und durfte bei seinem Ligadebüt in der Innenverteidigung durchspielen. „Er war nicht unbedingt ein Spieler, der ab dem ersten Trainingstag auf meinem Zettel stand, dass er einer für die Startelf ist. Umso mehr war ich überrascht, dass er so abgeklärt performt“, analysierte Salzburgs Coach.

Der ÖFB-U21-Teamspieler freute sich über den gelungenen Auftritt. „Es war mein Traum, bei den Profis in der Startelf zu stehen, als ich in die Akademie gekommen bin. Ich denke, ich habe meine Chance genutzt. Jetzt will ich mehr.“ Die nächste Möglichkeit bietet sich am Donnerstag in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League ebenfalls zu Hause gegen Pafos.

Salzburg bezwingt Hartberg spät

Die Salzburger kamen beim Bundesliga-Auftakt gegen den TSV Hartberg zu einer Vielzahl von Chancen, blieben aber lange erfolglos. Erst spät konnte Karim Konate die Mannschaft von Danny Röhl erlösen.

„Müssen uns noch verstärken“

„Der Sieg gibt uns sehr viel Energie und Glauben an unsere Stärke. Die Atmosphäre in der Mannschaft ist hervorragend“, sagte Röhl, dessen Team zum zehnten Mal in Folge einen Ligaauftakt ungeschlagen überstand. Eine Leistungssteigerung bezeichnete er allerdings für das Hinspiel gegen Pafos als „notwendig“. „Die nächsten Wochen werden hart, es geht Schlag auf Schlag, da werden wir jeden Spieler dringend brauchen“, unterstrich Röhl.

Dazu zählt auch Edmund Baidoo, der gerne gewechselt wäre, vom Verein aber keine Freigabe erhält. „Ich werde mit ihm das Gespräch suchen und bin überzeugt, dass er möglichst bald wieder klar ist“, sagte Röhl, der von den Qualitäten des Stürmers überzeugt ist. Überzeugt ist er auch, dass sein Team auf dem Transfermarkt noch zuschlagen sollte, auch da Adam Daghim mit ziemlicher Sicherheit zu 1899 Hoffenheim wechseln wird. „Es gibt Positionen, wo wir uns noch verstärken müssen“, bekräftigte Röhl.

Auch die Steirer haben transfertechnisch alle Augen offen, aber viel weniger finanzielle Mittel. „Natürlich hätte ich den Wunsch, noch zehn oder zwölf Spieler zu bekommen, ich habe aber nur einen Schuss, und der muss sitzen“, schilderte TSV-Coach und -Sportchef Markus Schopp die Situation. Der späte Treffer tue weh, schmälere die vor allem defensiv hervorragende Leistung, in der auch sein Sohn Konstantin stark performte, nicht. „Die Leistung war von Leidenschaft und Willen geprägt. Das ist die Basis für diese Saison“, erläuterte Schopp senior.

Sturm Graz holt bei WSG nur Remis

Der Vizemeister startete gegen die WSG Tirol nur mit einem 1:1 in die Bundesliga.

Verlorene Punkte für Sturm

Im Gegensatz zu Salzburg gab es für Sturm kein Happy End. Der Vizemeister dominierte zwar in Innsbruck gegen die WSG vor allem in der zweiten Hälfte, scheiterte aber entweder an Abseitsstellungen oder Goalie Salko Hamzic. „Es ist fast ein Rätsel, wie wir es geschafft haben, dieses Spiel nicht zu gewinnen. Die Effizienz der letzten Wochen haben wir nicht an den Tag legen können, deswegen tut es richtig weh“, erklärte Trainer Fabio Ingolitsch und sprach von „ganz klar zwei verlorenen Punkten“.

Die Steirer sind zwar seit 17 Bewerbspartien ungeschlagen, verloren aber nach dem optimalen Saisonpflichtspielstart mit drei Zu-null-Siegen ihre weiße Weste. Bereits am Mittwoch wartet im Drittrundenhinspiel der Champions-League-Qualifikation auswärts Fenerbahce Istanbul.

Die Tiroler sind im Europacup nur in der Zuschauerrolle, für sie war der Punktgewinn gegen die Grazer ein großer Erfolg. „Mehr war nicht drin, so ehrlich muss man sein. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, meinte der steirische WSG-Coach Philipp Semlic.