Ried blieb damit auch im 17. Bundesliga-Duell mit der Lustenauer Austria ungeschlagen. Für die Vorarlberger war es dennoch ein geglückter Auftakt in die Bundesliga, nachdem sie die vergangenen zwei Saisonen in der 2. Liga gespielt hatten.

Der neue Ried-Coach Mario Despotovic, der fünf Neue in seiner Startelf aufbot, sah zunächst viel Ballbesitz bei seinem Team und zwei aussichtsreiche Situationen durch Kopfbälle von Samuel Chukwudi (13.) und Evan Aisowieren (15.).

Lustenau geht in Führung

Mit ihrer ersten Chance gingen aber die Lustenauer in Führung. Nach einem schnellen Vorstoß über Seydou Diarra auf der linken Seite nahm Weixelbraun eine perfekte Flanke von Danilo Soares direkt und traf (26.). Die Rieder Antwort kam rasch, ein Flachschuss von Nasrawe aus gut 20 Metern fand den Weg ins Tor (34.).

Beide Mannschaften hatten danach noch je eine Topchance auf eine Pausenführung: Sacha Delaye konnte einen Patzer der Rieder Verteidigung nicht nutzen, sein Heber fiel zu kurz aus (44.). Auf der Gegenseite parierte Torhüter Domenik Schierl einen Schuss von Aisowieren (45.).

VAR entscheidet gegen Ried

In der 56. Minute jubelten die Rieder, aber zu früh. Nach minutenlangem VAR-Check wurde ein Treffer von Jaedin Rhodes wegen Abseits aberkannt. Die Gäste drängten im Finish auf den Sieg und vergaben in der Nachspielzeit auch die größte Chance auf den „Lucky Punch“. Pape Sissoko kam nicht richtig an eine Flanke und konnte den Kopfball nicht platziert setzen (92.).

Stimmen zum Spiel:

Markus Mader (Lustenau-Trainer): „Cooles Erlebnis. So richtig stark, das ganze Rundherum. Das Spiel selber, wie sich die Jungs geschlagen haben gegen einen starken Gegner, wie sie dagegengehalten haben, wie wir selber Nadelstiche gefahren sind, die Stimmung ist übergesprungen – es war einfach ein wunderschönes Erlebnis. Was mich total gefreut hat, ist, dass beide Mannschaften bis zum Schluss gespielt haben, jeder wollte das Spiel gewinnen, niemand hat sich versteckt.“

„So soll Fußball sein, das hat Spaß gemacht. Vom Gefühl her haben wir es defensiv passabel gemacht, das eine oder andere hat nicht so funktioniert. Offensiv ist es so, dass wir sicher noch gefährlicher werden können. Wir haben im letzten Drittel die Bälle nicht so gebracht, dass es gefährlicher wird.“

Mario Despotovic (Ried-Trainer): „Es war ein spannendes Spiel. Wir haben ein paar ansehnliche Angriffe gespielt, wir haben auch das Tor von uns herausgespielt, das war gut. Der Gegner ist in der zweiten Halbzeit gut gestartet, wir haben uns aber gut angepasst. Alles in allem bin ich mit dem Einstand der Mannschaft zufrieden. Es gibt immer Luft nach oben. Die Spieler haben sehr viel Potenzial, ich freue mich zu sehen, wie wir wachsen können. Für viele es das erste Spiel in der Bundesliga, sie müssen sich noch gewöhnen, das kommt mit der Erfahrung.“

Admiral Bundesliga, erste Runde

Sonntag:

Lustenau – Ried 1:1 (1:1)

Torfolge:

1:0 Weixelbraun (26.)

1:1 Nasrawe (34.)

Lustenau: Schierl – Gmeiner, Maak (75./Chukwu), Pertlwieser, Soares – Afrifa (75./Jastremski), Delaye (87./Grabher), Kacuri – Weixelbraun (87./Gashi), Benjamin (61./Verinac), Diarra

Ried: Leitner – Malicsek, Chukwudi, Steurer, Sorg (68./Rossdorfer) – Schwab (86./Mayer), Maart (86./Rasner) – Bajic, Nasrawe (68./Lund Jensen), Rhodes – Aisowieren (74./Sissoko)

Gelbe Karten: Soares, Diarra bzw. Rossdorfer, Lund Jensen