Die Austria verpatzte damit auch die Generalprobe für das Drittrundenhinspiel in der Conference-League-Qualifikation am Donnerstag in Ploiesti gegen Beitar Jerusalem. Die Partie bei rund 30 Grad in der Lavanttal Arena begann ohne große Höhepunkte, dann aber landete ein Querpass von Fabian Wohlmuth im Sechzehner am Oberarm von Austria-Neuzugang Ibrahim Buhari. Den dafür verhängten Strafstoß verwandelte Bundesliga-Rückkehrer Vrioni sicher.

Drei Minuten später jubelte der WAC nach einem Kopfballtreffer von Donis Avdijaj über das vermeintliche 2:0, allerdings wurde das Tor wegen eines vorangegangenen Fouls von Flankengeber Wohlmuth an Lee Tae Seok zurückgenommen. Trotzdem blieben die Wolfsberger das gefährlichere Team, Vrioni scheiterte nach Vorlage von Schwarz an Austria-Goalie Samuel Sahin-Radlinger (32.). Von der Austria war mit Ausnahme eines Fehlschusses von Reinhold Ranftl (36.) in der Offensive wenig zu sehen.

WAC legt nach Pause nach

Bald nach dem Wiederanpfiff folgte die Vorentscheidung. Die Austria-Abwehr wirkte ungeordnet, Avdijaj legte für Schwarz ab, und der 22-Jährige brachte den Ball mit einer gehörigen Portion Glück im Tor unter. Austria-Coach Stephan Helm reagierte mit einem Dreierwechsel – neu ins Spiel kam unter anderen Kelvin Boateng, der wenig später mit einer ungeschickten Attacke an Schwarz einen Elfmeter verursachte. Vrioni präsentierte sich vom Punkt neuerlich souverän.

Im Finish hatte der WAC keine Probleme, den Vorsprung zu verwalten. Die Austria, mit drei Siegen (zwei im Europacup, einer im ÖFB-Cup) in die Pflichtspielsaison gestartet, erarbeitete sich zwar längere Ballbesitzphasen, schaffte es aber mit Ausnahme eines abgefälschten Lattenschusses von Julian Hettwer (88.) nicht, eine wirklich zwingende Torchance herauszuspielen. Auf der Gegenseite fand Phillip Verhounig einen Sitzer auf das 4:0 vor, scheiterte aber an Sahin-Radlinger (94.).

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (WAC-Trainer): „So hat man sich den Saisonauftakt vorgestellt und erträumt. Dass es dann so aufgeht, ist eine Bestätigung unserer Vorbereitung. Wir waren giftiger und galliger, wollten unbedingt gewinnen, das hat man von Anfang an gesehen. Wir wissen aber, dass es noch einiges zu verbessern gibt. Nach dem 3:0 waren wir nur mehr im Verwaltungsmodus. Das wollen wir nicht, aber das war wohl auch dem Ergebnis und der Hitze geschuldet.“

Stephan Helm (Austria-Trainer): „Wir waren nicht präzise genug und haben zu wenig Durchschlagskraft gezeigt. Alles in allem war es zu wenig, wir müssen es in Zukunft besser machen. Aus dem Spiel heraus hat der WAC auch nicht viel mehr Chancen kreiert. Wir hatten zwei, drei Situationen, aus denen mehr rausschauen muss. Wir haben die Gegentore viel zu leicht hinnehmen müssen und waren im Spielaufbau zu behäbig. Wir haben eine Konstellation, die nicht so eingespielt ist, natürlich bleiben da ein paar Prozentpunkte hängen. Nach dem 0:3 hat uns die Power gefehlt, um dem Spiel noch einmal die Wende zu geben.“

Admiral Bundesliga, erste Runde

Sonntag:

Wolfsberg – Austria 3:0 (1:0)

Wolfsberg, Lavantal Arena, SR Harkam

1:0 Vrioni (18./Elfmeter)

2:0 Dahl (49.)

3:0 Guti (63./Elfmeter)

WAC: Polster – Behounek, Diabate, Wimmer – Wohlmuth, Sulzner, Agyemang (71./ O. Mamageishvili), Schwarz (71./ Renner) – Schabauer (60./ Verhounig), Vrioni (79./ Pink), Avdijaj (79./ Karamoko)

Austria:Sahin-Radlinger – Buhari, Lee K., Feddersen (57./ Handl) – Ranftl, Fischer, Wustinger (71./ Nnodim), Lee T. – Wels (57./ Boateng), Eggestein (79./ Deshishku), Saljic (57./ Hettwer)

Gelbe Karten: Wimmer, Polster bzw. Nnodim