Rapids dänischer Cheftrainer nahm vier Änderungen gegenüber dem 6:2-Heimerfolg im Zweitrundenrückspiel zur Conference League gegen Santa Coloma am Donnerstag vor. Jakob Schöller und Jannes Horn in der Abwehr sowie Yusuf Demir und Tonni Adamsen in der Offensive durften sich neu versuchen. Die Wiener begannen vor 16.795 Zuschauern extrem druckvoll und wurden schon nach etwas mehr als drei Minuten für den Aufwand belohnt.

Nach Zuspiel von Matthias Seidl nahm sich Nosa Dahl aus etwas spitzem Winkel ein Herz und hatte Glück, dass Altach-Tormann Dejan Stojanovic den haltbaren Ball nicht bändigen konnte. Altach konnte sich kaum befreien, strahlte allerdings beim ersten Konter Torgefahr aus, ein Demaku-Volley verfehlte das Tor (10.). Sonst ließen die Heimischen den Ball geschickt in den eigenen Reihen laufen, verabsäumten es aber nachzulegen.

Altach hält dagegen

Demir zog nach Zuspiel des genauso auffälligen Nicolas Bajlicz mit links ab und traf die Latte (29.). Ercan Kara schoss drüber (32.), ein Bolla-Schuss wurde von Filip Milojevic in den Corner gelenkt (38.), und Jannes Horn zielte daneben (39.).

Ausgerechnet der Ex-Rapidler Patrick Greil hätte den Spielverlauf mit dem Ausgleich auf den Kopf stellen können, schloss aber aus bester Position zu schwach ab (43.). Nach dem Seitenwechsel hielten die Vorarlberger besser dagegen und machten auch mehr fürs Spiel. Nicht nur einmal lag das 1:1 in der Luft.

Rapid muss bis zum Schluss zittern

Yann Massombo schoss vorbei (64.) und hatte Pech, dass ein wohl als Flanke gedachter Schuss statt im Tor an der Stange landete. Den Nachschuss des kurz zuvor eingewechselten Marko Raguz parierte Niklas Hedl in extremis (78.).

Das diente als Weckruf für die Rapidler, die wieder aktiver wurden. Marco Tilio fand in Stojanovic seinen Meister (79.), Nenad Cvetkovic köpfelte ins Außennetz (83.). Die letzten Minuten verbarrikadierten sich die Wiener nur noch hinten und spielten mit dem Feuer, bestraft wurden sie dafür aber nicht. Damit gab es gegen Altach im zehnten Duell in Folge keine Niederlage, nach Santa Coloma (zweimal) und Wienerberg (ÖFB-Cup) wurde auch der dritte Saisongegner bezwungen.

Stimmen zum Spiel:

Johannes Hoff Thorup (Rapid-Trainer): „Es macht mich glücklich, dass wir auch in der Liga mit einem Sieg gestartet sind. Der Auftritt im Großteil der ersten Hälfte hat mir sehr gut gefallen, da waren viele gute Sachen dabei, wir haben viele Chancen kreiert für mehr als ein Tor. In der zweiten Hälfte hätten wir direkter spielen müssen, wir haben auch den Ball zu schnell nach vorne gespielt, als ihn in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Wir sind dann auch müde geworden. Was mich am meisten freut, ist, dass trotzdem alle gemeinsam alles dafür getan haben, um ohne Gegentor zu bleiben.“

Ognjen Zaric (Altach-Trainer): „Wir waren aufgrund des frühen Gegentors kurzzeitig geschockt, man hat da die Verunsicherung gemerkt. Mitte der ersten Hälfte haben wir einen besseren Zugriff auf das Spiel bekommen. Die Halbzeitpause haben wir genutzt, um Dinge zu adaptieren, wir haben dann taktisch das eine oder andere umgestellt. Ich finde, dass man als SCR Altach hier gegen Rapid nicht besser spielen kann, als wir es in der zweiten Hälfte gemacht haben. Deshalb bin ich aufgrund der zweiten Hälfte mit der Leistung zufrieden. In der Schlussviertelstunde haben wir Rapid eingekesselt, da müssen wir dann einen Punkt mitnehmen.“

Admiral Bundesliga, erste Runde

Sonntag:

Rapid – Altach 1:0 (1:0)

Wien, Allianz Stadion, 16.795, SR Semler

Tor: Dahl (4.)

Rapid: Hedl – Bolla, Cvetkovic, Schöller (61./ Raux-Yao), Horn (81./ Auer) – Bajlicz, M. Seidl – Y. Demir (81./ Wurmbrand), Adamsen (70./ Tilio), Dahl (70./ Haidara)- Kara

Altach: Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Niehoff (76./ Yalcin), Demaku, Bähre, Böckle – Massombo, Greil (81./ Hrstic) – Diawara (70./ Raguz)

Gelbe Karten: Keine bzw. Milojevic, Zech