Hammarberg/Berger erwischten den besseren Start und entschieden den ersten Satz mit 21:18 für sich. Im zweiten Durchgang zeigten die Franzosen eine überzeugende Leistung und holten sich diesen verdient mit 21:16. Die Entscheidung fiel daher im dritten Satz. Das Duo des Österreichischen Volleyballverbands (ÖVV) hielt das Spiel lange offen, geriet dann aber mit 9:12 in Rückstand.

Hammarberg/Berger kamen zwar nochmal ran, die Franzosen konnten aber letztlich den zweiten Matchball verwandeln. Die Österreicher hatten sich in Rio mit überzeugenden Leistungen bis ins Halbfinale gespielt, erst dort endete ihr Erfolgslauf. Im Spiel um Platz drei wurde das angestrebte Ziel (Berger: „Wollen unbedingt eine Medaille mitnehmen“) knapp verfehlt.

Spannung im Halbfinale

Auch wenn es am Ende kein Top-Drei-Platz wurde, waren die Chancen auf das Endspiel da. Im Halbfinale mussten sich Hammarberg/Berger am Sonntag den Letten Martins Plavins und Kristians Fokerots mit 0:2 (-16, -26) geschlagen geben und verpassten somit den Einzug ins Finale. In diesem holten sich Plavins/Fokerots den Titel. Die Letten setzten sich gegen die Franzosen Remi Daubas und Calvin Aye mit 2:0 (-17, -11) durch.

Das ÖVV-Duo erwischte im Halbfinale einen schlechten Start und geriet mit 1:5 in Rückstand. Dieser war im gesamten ersten Satz nicht mehr aufzuholen. Satz zwei verlief zunächst deutlich besser und am Ende sehr spannend. Hammarberg/Berger ließen aber eine 4:1-Führung aus, die Letten glichen zum 5:5 aus. Die Österreicher führten dann noch einmal mit 10:8, nach dem Ausgleich hatten Plavins/Fokerots immer wieder die Nase vorne. Bei einem 16:18-Rückstand gelang nach einem Timeout aber noch der Ausgleich.

„Ersten Satz ein bisschen hergeschenkt“

Nach Abwehr von zwei Matchbällen erarbeiteten sich Hammarberg/Berger ihren ersten Satzball überhaupt, den Berger beim Aufschlag ins Netz beförderte. Es gab vier weitere Chancen auf Satz drei, doch die Europameister von 2024 hatten jedes Mal eine gute Antwort und nutzten den dritten Matchball zum Sieg.

„Wir sind leider nicht gut ins Spiel gestartet und haben den ersten Satz ein bisschen hergeschenkt. Im zweiten Satz haben wir dann richtig gut mitgehalten, super gekämpft und mit den Services auf Plavins den richtigen Hebel gefunden“, analysierte Hammarberg.