Karl lag in der Seine die meiste Zeit im Mittelfeld, sein Rückstand schwankte zwischen rund zehn und 20 Sekunden. Nach 3,8 Kilometern tauchte der 24-Jährige erstmals in den Top Ten auf, vor der letzten der vier Runden fehlten 13 Sekunden auf das Podest. Er konnte mit dem Tempo der zwei schnellsten Gruppen aber nicht mitgehen und sich weiter verbessern.
„Es war heute wirklich ein Kampf von vorne weg. Praktisch fünf Kilometer genau am Limit. Viel mehr wäre heute nicht gegangen. Ein, zwei Fehler habe ich gemacht, weil es einfach so intensiv war, so hektisch war, das ganze Rennen über. Vorwurf mag ich mir aber keinen machen, vor allem, weil das Ergebnis richtig gut war. Noch einmal eine Top-Ten-Platzierung, nochmal das Ziel erreicht“, war Karl zufrieden.
Semifinale im Knock-out-Bewerb als nächstes Ziel
Nach den Rennen über zehn („Das große Ziel war über die zehn Kilometer in die Top Zehn, das haben wir erreicht“) und fünf Kilometer wartet auf Karl am Freitag noch das Knock-Out-Rennen über drei Kilometer. Zudem möchte der Österreicher nächste Woche im Aquatic Center auch über 800 und 1.500 Meter antreten.
Die Leistung über die Langdistanzen gibt Karl Kraft für das Knock-out-Renen: „Ich glaube, dass ich trotz des dichten Programmes die EM auf einem guten Niveau durchziehen kann. Ich bin guter Dinge. Ich möchte bei den drei Kilometern wie bei der WM ins Semifinale, sprich in die zweite Runde kommen“, sagte der 24-Jährige. „Ich war noch nie im Finale. Das ist auf lange Sicht natürlich das Ziel.“
Italienerin bei Frauen voran
Im Frauen-Rennen setzte sich die Italienerin Ginevra Taddeucci in 1:02:31,2 Stunden durch. Sie blieb nach fünf Kilometern 2,1 Sekunden vor Viktoria Mihalyvari Farkas aus Ungarn. EM-Bronze eroberte mit Barbara Pozzobon (+3,9 Sekunden) eine weitere Italienerin.