Ursprünglich wollte Gut-Behrami ihre Karriere nach den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo im Frühjahr beenden, die Olympiasaison war für sie aber nach nur einem Rennen schon wieder zu Ende. Die Schweizerin stürzte Ende November beim Super-G-Training in Copper Mountain und zog sich eine schwere Knieverletzung (Kreuzband-, Innenband- und Meniskusriss) zu.

Eine Rückkehr hatte sie zunächst offengelassen, Schweizer Medien spekulierten, dass die 35-Jährige ihre Karriere bis zur Heim-WM 2027 in Crans-Montana fortsetzt. Den Hoffnungen ihrer Fans schob Gut-Behrami nun aber einen Riegel vor. „Ich hatte das Glück und die Ehre, eine sehr lange Karriere erleben zu dürfen, meine Träume und Wünsche durch mein Skifahren zum Ausdruck bringen zu können und diese Reise an der Seite außergewöhnlicher Menschen zu erleben“, schrieb sie.

Eindrucksvolle Erfolgsbilanz

Gut-Behrami hat in ihrer Karriere zahlreiche Titel gewonnen. 2014 gewann sie in Sotschi Olympiabronze in der Abfahrt, 2022 holte sie in Peking Olympiagold im Super-G und Bronze im Riesentorlauf. Im Jahr davor hatte sich die Tessinerin zur Doppelweltmeisterin in Cortina d’Ampezzo (Super-G, RTL) gekürt. Insgesamt sicherte sie sich neun WM-Medaillen.

Den Gesamtweltcup gewann Gut-Behrami insgesamt zweimal (2015/16 und 2023/24), hinzu kommen sieben kleine Kristallkugeln. Die Super-G-Wertung entschied die Schweizerin gleich sechsmal für sich – so oft wie sonst keine andere Skiläuferin. Hinzu kommen 48 Weltcup-Siege, nur Vreni Schneider (55) holte mehr Schweizer Siege. Ihr Weltcup-Debüt feierte sie im Dezember 2007 in St. Moritz, ihren ersten Sieg ein Jahr später im Alter von 17 Jahren und acht Monaten ebendort. Sie ist damit die bisher jüngste Weltcup-Siegerin in dieser Disziplin überhaupt.