Wesemann, schon im Vorkampf der Beste, hatte am Ende 22,20 Punkte Vorsprung auf den französischen Silbermedaillengewinner Jules Bouyer (484,60). Bronze sicherte sich der Brite Jordan Houlden (474,90). Für Wesemann war es die zweite Goldmedaille bei den diesjährigen Titelkämpfen, der 24-Jährige holte bereits den Titel vom 1-m-Brett.
Schaller steigerte sich im Finale vom 3-m-Brett von Sprung zu Sprung. Lag er nach dem ersten Durchgang noch auf dem zwölften und letzten Rang, machte der 25-Jährige in der Folge noch drei Plätze gut. „Es ist so viel los in mir drinnen. Das war sensationell. Ich bin so froh, das erleben zu können und erlebt zu haben. Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Es war echt geil“, sagte Schaller nach dem Bewerb.
Der Wiener fügte hinzu: „Dass es in diesem starken Feld nochmal so viel Plätze nach vorne geht, das hat mich selbst überrascht.“ Mit der Punktezahl aus dem Finale ist Schaller kommende Saison im Weltcup startberechtigt.
Schaller kämpft sich nach Leidenszeit zurück
Für Schaller war der Einzug ins Finale nach einer langen Leidensgeschichte ein großer Erfolg. Nach der EM in Belgrad vor zwei Jahren konnte er wegen einer Bandscheibenproblematik mit „relativ starken Schmerzen“ nur noch zuschauen. Erst vor einem Jahr traten dann sukzessive Besserungen ein. In diesem Jahr feierte er sein Comeback auf internationaler Bühne.
„Wenn ich mir überlege, wo ich vor zwei Jahren war. Ich habe nicht einmal gewusst, ob ich überhaupt zum Sport zurückkommen kann. Und jetzt stehe ich da und mache das beste Finale und den besten Wettkampf, den ich jemals gemacht habe“, meinte ein emotionaler Schaller.
Dariush Lofti, am Vortag im Synchron-Bewerb am Turm mit Anton Knoll auf Platz sieben, hatte den Einzug ins Finale verpasst und musste sich mit 318,60 Punkten mit Rang 21 zufriedengeben. Er tritt am Donnerstag (Vorkampf ab 10.30 Uhr, live in ORF Sport +) noch im Einzel vom Turm an, auch Knoll wird dann wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen.