„Das Ziel ist es, im Finale zu stehen. Ich schwimme insgesamt dreimal. Falls ich auch die Staffel schwimme, will ich ein viertes Mal ins Finale“, formulierte Mladenovic klare Ziele für die nächste Bewährungsprobe bei der EM. Der 22-Jährige startet über 50, 100 und 200 Meter Brust und möglicherweise im Staffel-Bewerb. Die Vorläufe sind am Montag ab 9.20 Uhr live in ORF1 zu sehen.

Im vergangenen Jahr überzeugte er bereits bei der Kurzbahn-EM in Lublin in Polen. Dort holte er über 100 Meter Brust die Bronzemedaille – in österreichischer Rekordzeit. Zudem sicherte er sich über 200 Meter Brust erneut Bronze. Nun sollen bei der Langbahn-EM in der französischen Hauptstadt weitere gute Resultate folgen.

Uniwechsel als Ansporn für EM

Anfang April änderte sich für den in den USA lebenden Mladenovic einiges. Die Nachwuchshoffnung wechselte unter anderem wegen des mangelnden Konkurrenzkampfs von der Universität in Michigan nach Austin. „Es läuft bisher ganz gut. Ich war jetzt sieben Wochen dort, und es gefällt mir sehr gut. Ich freue mich auf den Schulstart“, sagte Mladenovic bei den EM-Vorbereitungen in der Südstadt.

Der Salzburger kann seine derzeitige Form nicht genau einordnen. „Ich hatte zwei Langbahn-Wettkämpfe, bei denen ich nicht so fokussiert war, aber die Zeiten haben gestimmt“, so Mladenovic. Die restlichen Tage bis zu den Bewerben in Paris sind durchgetaktet. „Wir achten auf viele Details, Wenden, Starts und die Feinarbeit stehen im Vordergrund.“

Familie als große Unterstützung

Mladenovic ist aufgrund der Distanz zur Universität in den USA weit von seiner Familie entfernt. Der 22-Jährige freut sich umso mehr auf die familiäre Unterstützung in Paris. „Ich stand dort noch nie am Start, war aber schon einmal in Paris, um meine Tante zu besuchen. Sie lebt dort“, sagte der Salzburger. „Die ganze Familie ist mit dabei, darüber bin ich sehr froh. Ich sehe das nicht als Druck, sondern als Unterstützung.“