Im Vorjahr in Antalya hatte der Wiener mit Bronze Österreichs erste EM-Einzel-Medaille bei den Männern vom Turm seit 1931 geholt. 2024 in Belgrad war er mit Lotfi im Synchron-Bewerb Europameister geworden.

„Es war heute ein superspannendes Finale, ein super Wettkampf. Ich habe am Anfang eine gute Leistung gezeigt und am Ende dann leider etwas ausgelassen. Und das, muss ich sagen, ärgert mich sehr, weil ich weit nach vorne hätte kommen können“, sagte Knoll nach dem Finale.

Knoll gelingt guter Abschluss

Anton Knoll hat das Turm-Finale mit einem guten sechsten Sprung beendet.

Lofti beendete das Turm-Finale der besten zwölf auf dem letzten Rang. Dem 25-Jährigen gelang kein fehlerfreier Wettkampf, am Ende kam er auf 353,55 Punkte und blieb damit deutlich hinter seiner Leistung aus dem Vorkampf (373,90 Punkte).

„Ich nehme ein paar gute Eindrücke mit. Es waren auch ein paar gute Sprünge von mir dabei. Es war eine sehr starke EM. Am Ende bin ich nach dem Finale ein wenig enttäuscht. Es ist nicht so gut gelaufen wie am Vormittag. Ich werde hart daran arbeiten“, sagte ein halbwegs zufriedener Lotfi.

Ternovoi springt zu Gold

Gold sicherte sich Ruslan Ternovoi, der bei den Titelkämpfen unter neutraler Flagge antrat, mit 524,20 Punkten knapp vor dem Deutschen Jaden Eikermann mit 513,05 Punkten. Bronze holte der Deutsche Ole Rösler (480,75).

Die Österreicher blieben damit bei den Wassersprung-Bewerben im Olympic Aquatic Centre ohne Edelmetall, insgesamt stand für die rot-weiß-roten Athleten vier Finalteilnahmen zu Buche. Knoll/Lotfi wurden gemeinsam vom Turm im Synchron-Bewerb Siebente, Nikolaj Schaller war am Mittwoch vom 3-m-Brett Neunter geworden.

„Insgesamt war das eine sehr starke EM von uns, vom Team Wasserspringen. Zu dritt haben wir drei Finale erreicht und eine gute Platzierung im direkten Synchron-Finale geschafft. Jetzt heißt es erholen und nächste Saison durchstarten“, bilanzierte Knoll.