Bei der Weltmeisterschaft 2023 in Bakuriani (GEO) eroberte Zerkhold zusammen mit Jakob Dusek Rang zwei, kurze Zeit später holte sie als Zweite in Mount St. Anne (CAN) einen von drei Weltcup-Podestplätzen. Bei den Olympischen Spielen im Februar in Livigno schrammte die Niederösterreicherin als Dritte ihres Halbfinal-Laufs denkbar knapp an der Medaillenentscheidung vorbei, als Siegerin des kleinen Finales wurde sie letztlich Fünfte.

Nach Olympia war bei Zerkold aber die Luft draußen: „Dass man nach einem Großereignis in ein Loch fällt, hört man aber auch von anderen Athletinnen und Athleten, daher wollte ich einige Zeit verstreichen lassen, um zu sehen, ob ich mich für eine weitere Saisonvorbereitung wieder motivieren kann. Aber ich habe gemerkt, dass das Feuer in mir einfach nicht mehr brennt.“

Zerkholds „historischer Erfolg“

Die WM-Medaille 2023 in Bakuriani bleibt im heimischen Sport besonders in Erinnerung. „Mit einer herausragenden Leistung hat sie zusammen mit Jakob Dusek bei der WM 2023 in Bakuriani für einen historischen Erfolg gesorgt. Mit Silber haben die beiden in Georgien die erste Snowboardcross-Team-Medaille bei einem Großereignis für Österreich geholt“, erinnerte sich Christian Galler, der Sportliche Leiter Snowboard Alpin und Cross im ÖSV.

Laut Galler habe sich die 27-Jährige „mit zielstrebiger Arbeit und viel Trainingsfleiß Schritt für Schritt in der Weltklasse etabliert“. Zerkhold sieht ihre Zukunft nun als Lehrerin. Die WM-Zweite von 2023 wird im Oktober in Innsbruck das Studium für das Volksschullehramt beginnen.