Das Duell in der Oststeiermark steht ganz im Zeichen eines Rückkehrers: Routinier Heil kickte elf Jahre lang im TSV-Trikot, bevor er im Sommer von Hartberg nach Graz wechselte. Der 29-Jährige wird vor dem Spiel offiziell verabschiedet, möchte aber mit Anpfiff nicht mehr in Erinnerungen schwelgen.
„Beide Mannschaften wollen das Spiel gewinnen. Deswegen brauchen wir da nicht lange darüber reden, ich bin Profi genug. Ich wünsche Hartberg das Beste, aber nicht in der Partie“, so Heil im ORF-Interview.
Sturm gegen Hartberg seit fünf Jahren ungeschlagen
Sturm hatte in Runde eins nur 1:1 gegen die WSG Tirol gespielt, am Mittwoch gab es in der Champions-League-Qualifikation ein 0:2 in Istanbul bei Fenerbahce. Vor dem Rückspiel gegen die Türken am Dienstag käme ein Erfolgserlebnis gerade recht. „Aktuell geht es Schlag auf Schlag. Für uns ist es in dieser Phase wichtig, die richtige Balance zwischen Belastung und Regeneration zu finden“, meinte Trainer Fabio Ingolitsch, dem weiter Spielmacher Otar Kiteischwili (Wade) fehlt.
In der Oststeiermark wartet bei hochsommerlichen Temperaturen ein Abnützungskampf. „Hartberg hat gegen Salzburg defensiv sehr gut gearbeitet und wird auch uns das Leben extrem schwermachen“, ist sich Ingolitsch sicher. In der Vorsaison gelangen gegen den TSV drei Siege bei einem Unentschieden.
Für die Hartberger ist es nach der Auftaktpartie bei Red Bull Salzburg, die man mit 0:1 verlor, gleich der nächste Ligakracher. „Es könnte keinen besseren Auftakt vor heimischem Publikum für die neue Saison geben. Wir kennen die Stärken des Gegners“, erklärte Coach Markus Schopp, der die ersten Punkte einsammeln möchte. Der letzte volle Erfolg gegen Sturm ist allerdings bereits fünf Jahre her.
GAK gegen Lustenau als Standortbestimmung
Das Duell zwischen dem GAK und Austria Lustenau ist eine Standortbestimmung für den Klassenerhalt. Die Grazer hatten vergangene Woche mit 0:3 bei Meister LASK verloren, nun möchte die Truppe von Ferdinand Feldhofer das Blatt wenden. „Wir gehen ganz klar in das Spiel, dass wir drei Punkte einfahren wollen. So werden wir auch auftreten“, erklärte der GAK-Trainer.
Feldhofer, dem Mittelfeldspieler Tobias Koch wieder zur Verfügung steht, hofft noch auf den einen oder anderen Neuzugang. Dass Sportdirektor Tino Wawra gesundheitsbedingt in der heiklen Transferzeit nicht zur Verfügung steht und von Chefscout Andreas Lienhart vertreten wird, sieht der Coach gelassen: „Es bleibt relativ viel gleich.“
Aufsteiger möchte weiter punkten
Die Lustenauer Austria wiederum startete mit einem Heim-1:1 gegen die SV Ried in die Meisterschaft. Der Aufsteiger möchte weiter Punkte für den Klassenerhalt einsammeln. Coach Markus Mader erwartet jedenfalls ein anderes Gesicht vom GAK.
„Sie werden sich im Heimspiel sicher etwas ausrechnen, wenn der Aufsteiger kommt. Sie werden sehr aggressiv und hoch attackieren, sie werden versuchen, uns zu bespielen. Es wird für sie eine ganz andere Partie als gegen den LASK“, so Mader, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.