Husein Balic hatte die Tiroler in Führung gebracht (13.). Wenige Minuten später traf Patrick Greil (19.) zum Ausgleich. Yann Massombo (56.) brachte Altach dann auf die Siegerstraße, David Kubatta sorgte mit einem Eigentor letztlich für den 3:1-Endstand.

Beide Teams starteten nach ihren ansprechenden Leistungen in Runde eins vor 5.029 Zuschauerinnen und Zuschauern unverändert. Balic schoss nach einem starken Alleingang auf der rechten Seite bereits in der zweiten Minute knapp am langen Eck vorbei. Nach einem Einwurf von Drew Murray, den Marco Boras per Kopf verlängert hatte, war der Ligarückkehrer dann mit seinem ersten WSG-Tor zur Stelle. Danach rissen aber die Altacher, die zum Ligaauftakt bei Rapid mit 0:1 verloren hatten, das Spiel an sich.

Ein Querpass von Stürmer Ousmane Diawara auf Niklas Niehoff fand Greil. Altachs Topscorer der Vorsaison erzielte seinen ersten Saisontreffer. Wenig später standen einander nach einer Greil-Flanke möglicherweise aus Abseitsposition Diawara und der einschussbereite Benjamin Böckle im Weg (22.). Auf der Gegenseite überlief Michael Olakigbe zwei Gegenspieler, legte sich den Ball vor Altach-Goalie Dejan Stojanovic aber zu weit vor, anstatt für Balic aufzuspielen (41.).

Elfmeter für WSG zurückgenommen

Nach Seitenwechsel prüfte Niehoff WSG-Goalie Salko Hamzic nach einem Sololauf (55.). Die folgende Unsortiertheit in der Tiroler Hintermannschaft nutzte Massombo nach Zuspiel von Böckle zum 2:1. Filip Milojevic schoss aus kurzer Distanz über das Tor, der Treffer des Altach-Verteidigers hätte wohl aber wegen Abseits nicht gezählt (67.).

Wesentlich strittiger war ein folgender Elfmeter, den Österreichs Schiedsrichter Sebastian Gishamer nach Videostudium zurücknahm: WSG-Routinier Lukas Hinterseer war im Strafraum zu Boden gegangen, nachdem ihn Altachs Benedikt Zech mit dem Unterarm zurückgehalten hatte. Der unmittelbar daneben stehende Gishamer hatte sofort auf Strafstoß entschieden, der Videoassistent bat ihn dennoch zum Bildschirm. Die Entscheidung wurde revidiert (72.).

Altach setzt Serie gegen WSG fort

Wirklich nahe kam die WSG dem Ausgleich danach nicht mehr. Stattdessen sorgte eine Aktion von Greil für die Entscheidung. Der Offensivmann aus Salzburg spielte auf Massombo, dessen verirrter Ball kam vom eingewechselten Srdan Hrstic zu Greil zurück, der Schuss wurde von Kubatta abgefälscht und fand so den Weg ins Tor.

Die WSG ist bereits seit sechs Ligaspielen gegen Altach sieglos. Die Vorarlberger unterstrichen ihre Heimstärke. In der Vorsaison hatten sie in 16 Bundesliga-Heimspielen nur zwei Niederlagen kassiert.

Admiral Bundesliga, zweite Runde

Sonntag:

Altach – WSG Tirol 3:1 (1:1)

Altach, Stadion Schnabelholz, SR Gishamer

Torfolge:

0:1 Balic (13.)

1:1 Greil (19.)

2:1 Litawumba (56.)

3:1 Kubatta (86./Eigentor)

Altach: Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Niehoff (90./Brandtner), Demaku (80./Eisschill), Bähre, Böckle – Massombo (90./Yalcin), Greil – Diawara (75./Hrstic)

WSG: Hamzic – Murray, Boras (85./D. Gugganig), Kubatta, Gschösser – Satin (85./Bambara), Celic (79./Striednig) – Balic (79./Ola-Adebomi), Baden Frederiksen (67./Goiginger), Olakigbe – Hinterseer

Gelbe Karten: Niehoff bzw. Murray

Stimmen zum Spiel:

Ognjen Zaric (Altach-Trainer): „Nichts ist mehr Bestätigung als ein Sieg. Es war wichtig heute für uns. Wir haben gegen Rapid schon eine gute Leistung gezeigt. Mit dem Sieg und dem Aufstieg im Cup kann man von einem gelungenen Saisonstart sprechen. Ein Sieg ist immer schön und tut gut. Ich glaube aber auch, dass die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, gut war. Den Einwurf haben wir nicht gut verteidigt. Ich habe es mir am Tablet angeschaut. Für mich war das kein Elfmeter, deswegen habe ich auch reklamiert.“

Patrick Greil (Altach-Torschütze): „Es sind sehr, sehr wichtige drei Punkte. Es war ein absolut verdienter Sieg, wir haben wirklich guten Fußball gespielt. Ich hoffe, dass wir das in der Saison öfter zeigen können. Ich bin sehr froh, dass ich so in die Saison starten kann. Ich habe viel getan im Sommer und bin froh, dass ich heute schon einmal belohnt worden bin. Es war schon ein bisschen Druck drauf nach der letzten Saison.“

Philipp Semlic (WSG-Trainer): „Ich habe ein Spiel von zwei Mannschaften auf Augenhöhe gesehen, in dem die Schlüsselmomente, die wir gebraucht hätten, nicht auf unsere Seite gefallen sind. Wenn die Hand an der Hüfte von Luki Hinterseer ist, ist es eine Behinderung beim Torschuss – und das ist ein Elfmeter. Für mich ist es eine klare Fehlentscheidung, das ist für mich schade. Mit den schnellen Spielern hätten wir Altach wehtun können. Die ersten zwei Tore waren zu verteidigen. Ich glaube, dass hier trotzdem etwas möglich gewesen wäre.“