„Man darf sich alles wünschen, man darf auch fordern“, betonte Netzer. Er sei mit der Kaderzusammenstellung aber absolut zufrieden. „Trotzdem gibt es immer wieder Anpassungspotenzial.“ Mit Ousmane Diawara, Srdan Hrstic und Marko Raguz verfügen die Altacher aktuell über drei nominelle Mittelstürmer. Der zuletzt gesetzte Diawara hat allerdings seit Dezember kein Tor mehr erzielt.

Torgarant beim Cupfinalisten der vergangenen Saison war zuletzt nur der offensive Mittelfeldmann Patrick Greil, der 2025/26 in der Liga zwölfmal zuschlug, und dem auch gegen die WSG ein Doppelpack gelang.

Suche nach Lösungen

Das große Transferziel sei ein Stürmer gewesen, der dem Team weiterhelfe, erinnerte Zaric. „Das ist uns nicht gelungen.“ Wuchtige Typen habe man bereits. Er würde sich noch jemanden mit dem Faktor Speed und Schnelligkeit wünschen, erklärte der Coach. Das Transferfenster läuft in Österreich noch bis 3. September.

„Wir arbeiten immer gemeinsam an Lösungen, sind da sehr akribisch und schauen auch, was der Markt hergibt“, versicherte Netzer. „Wenn es die Situation zulässt, werden wir nochmal reagieren.“ Unbedingt brauche es den Stürmer aber nicht. Ähnlich äußerte sich Greil. „Die Debatte ist fast ein bisschen zu groß“, meinte der 29-Jährige. „Wir haben drei nominelle Neuner.“ Die Verpflichtung eines Stürmers wäre „natürlich kein Nachteil. So dringend sehe ich es aber nicht.“

Altach dreht Partie gegen WSG Tirol

Der SCR Altach hat seine Heimstärke in der Admiral Bundesliga auch zum Start der neuen Saison unter Beweis gestellt. Die Altacher setzten sich am Freitagabend zum Auftakt der zweiten Runde zu Hause mit 3:1 gegen die WSG Tirol durch, obwohl sie früh in Rückstand geraten waren.

WSG mit Defensivproblemen

Die Probleme der WSG liegen primär am anderen Ende des Feldes. „So wie wir die Tore bekommen, ist Kinderfußball“, kritisierte Neuzugang Husein Balic nach seinem Führungstor in Altach. Von Trainer Philipp Semlic erntete der Ex-Nationalspieler Lob, dass er vorangehe. „Du darfst nicht so einfach die Tore hergeben. Wir sind auch noch nicht ganz fertig in diesem Mannschaftsteil“, sagte Semlic über seine Defensive.

Während bei den Altachern der Stamm weitgehend zusammengeblieben ist, hat die WSG im Sommer wieder einmal einen Umbruch zu verdauen. Mehrere Spieler sollen bis Transferschluss noch kommen. „Ich glaube schon, dass wir das eine oder andere noch dazu brauchen qualitativ“, erneuerte Semlic seine Einschätzung. Mit dem Auftritt in Altach habe das aber nichts zu tun. Semlic: „Ich lasse das nicht als Ausrede gelten, dass der Kader noch nicht fertig ist.“