Spekulationen dürften nicht als Tatsachen dargestellt werden, so der Weltfußballverband weiter. Welche Berichte und Akteure gemeint sind, machte die FIFA in ihrer Stellungnahme nicht deutlich. Sie erklärte nur, in der jüngsten Berichterstattung seien unbelegte Behauptungen und nachweislich falsche Aussagen über die FIFA und ihren Präsidenten verbreitet worden. Es gehe jedoch darum, den Verband zu stärken und den Fußball weiter „wirklich global zu machen“. Der Fokus bleibe fest auf diese Aufgabe gerichtet. „Wir sind entschlossener denn je, sie zu erfüllen.“
Weiters teilte die FIFA mit: „Wer nicht über die Unterstützung der FIFA-Mitgliedsverbände verfüge, sollte nicht versuchen, durch Anschuldigungen, Andeutungen oder Desinformation das zu erreichen, was sich in den etablierten demokratischen Verfahren der FIFA nicht erreichen lässt.“ Meinungsverschiedenheiten über Veränderungen rechtfertigten nicht, das demokratische Mandat des FIFA-Präsidenten oder die Institution, an deren Spitze er gewählt wurde, zu untergraben.
Die FIFA begrüße zwar eine berechtigte kritische Prüfung, hieß es weiter. „Eine solche Prüfung ist jedoch keine Lizenz dazu, Tatsachen zu verdrehen, unbelegte Anschuldigungen zu verstärken oder Ablenkungsmanöver zu inszenieren, die den Fortschritt untergraben sollen.“
Infantino steht nach dem geplatzten Investorendeal so sehr in der Kritik wie noch nie in seinen gut zehn Jahren als Präsident. Der Schweizer hatte den Plan forciert, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen. Nach wenigen Tagen musste der FIFA-Boss das Vorhaben unter großem Druck abblasen – vor allem der Europäische Fußballverband (UEFA) hatte seine Pläne stark kritisiert, teils wurden gar Rücktrittsforderungen laut.