Das Nachsehen hatte Katarzyna Niewiadoma-Phinney aus Polen. Die Siegerin von 2024 hatte die Schlussetappe mit acht Sekunden Rückstand in Angriff genommen und noch einmal alles versucht. Einen Fluchtversuch konterte Vollering, 15 km vor dem Ziel musste sie die Niederländerin aber ziehen lassen. Schlussendlich kam Niewiadoma-Phinney als Dritte ins Ziel, ihr Rückstand in der Gesamtwertung betrug am Ende 1:18 Minuten.
Vollering war bei der Tour bei allen bisherigen fünf Austragungen nach dem Neubeginn Erste oder Zweite. „Ich habe noch nie im Gelben Trikot gewonnen. Es ist unglaublich, diese wunderbare Tour de France Femmes zum zweiten Mal für mich zu entscheiden. Aber ich habe noch viele andere Träume, auf dem und abseits des Rades“, sagte die niederländische Europameisterin.
Vollering feiert zweiten Tour-Sieg
Die Tour de France der Frauen endet mit einem niederländischen Sieg. Demi Vollering verteidigte auf der letzten Etappe ihren knappen Vorsprung und feierte damit ihren zweiten Gesamtsieg bei der Tour nach 2023.
Revanche für Niederlage vor zwei Jahren
Für Vollering ist es nach ihrem ersten Triumph vor drei Jahren bei der Frankreich-Rundfahrt, 2026 beim Giro d’Italia Women sowie 2024 und 2025 bei der Vuelta Femenina in Spanien der ingesamt fünfte Gesamtsieg bei einer der drei Grand Tours. Vor zwei Jahren war die 29-Jährige in einem dramatischen Finale auf dem legendären Alpe d’Huez von Niewiadoma-Phinney noch um vier Sekunden abgefangen worden.
Auf dem dritten Gesamtrang landete Elisa Longo Borghini. Die Italienerin kam als Tagessiebente mit 1:14 Minuten Rückstand ins Ziel und lag am Ende 4:29 Minuten zurück. Die ehemalige Giro-Siegerin profitierte dabei von einem Sturz der Schweizerin Marlen Reusser, die in der zweiten von vier Runden bei einer Abfahrt zu Sturz kam. Die dreifache Weltmeisterin und Gewinnerin der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2021 fuhr zwar weiter, verlor aber viel Zeit.
Cavallar tritt nicht zur Schlussetappe an
Die französische Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prevot war bereits am Samstag vor der achten Etappe ausgestiegen. Die Mountainbike-Olympiasiegerin von 2024 in Paris, die in der Gesamtwertung mit fast 15 Minuten Rückstand abgeschlagen auf Platz 14 lag, klagte über Unwohlsein. Das Rennen nicht zu Ende fuhr auch die Österreicherin Valentina Cavallar, die nicht zur Schlussetappe antrat.
Ihr Rennstall SD Worx gab an, dass sie sich ebenfalls bereits die ganze Woche unwohl gefühlt hatte und man sich als Vorsichtsmaßnahme für eine Aufgabe entschieden habe. Aus dem gleichen Grund war auch schon ihre Teamkapitänin Anna van der Breggen vor dem Wochenende ausgestiegen. Cavallars Landsfrau Christina Schweinberger hatte nach der ersten Etappe wegen eines Handgelenkbruchs aufgeben müssen.
Tour de France
Neunte Etappe
Nizza - Nizza (99,2 km): 1. Demi Vollering NED 2:44:43 2. Paula Blasi ESP + 1:04 3. Katarzyna Niewiadoma-Phinney POL -"- 4. Niamh Fisher-Black NZL -"- 5. Antonia Niedermaier GER 1:06 6. Isabella Holmgren CAN 1:08 7. Elisa Longo Borghini ITA 1:14 8. Femke de Vries NED 1:57 9. Dominika Wlodarczyk POL -"- 10. Cedrine Kerbaol FRA -"-
Gesamtwertung
Endstand nach 9 Etappen: 1. Demi Vollering NED 30:54:51 2. Katarzyna Niewiadoma-Phinney POL + 1:18 3. Elisa Longo Borghini ITA 4:29 4. Antonia Niedermaier GER 5:10 5. Paula Blasi ESP 6:13 6. Cedrine Kerbaol FRA 6:41 7. Dominika Wlodarczyk POL 7:53 8. Isabella Holmgren CAN 9:12 9. Kimberley Le Court de Billot MRI 14:04 10. Niamh Fisher-Black NZL 15:14