Die Wiener legten einen Blitzstart hin und gingen durch Jannes Horn bereits in der achten Minute in Führung. Trotz Chancen auf beiden Seiten hielt diese bis zur 74. Minute, in der der Ex-Rapidler Stephan Schwab zum Ausgleich einköpfelte. Nur drei Minuten später traf Moulye Haidara (77.) nach einem weiten Ausschuss von Goalie Hedl und fixierte damit den Rapid-Sieg.

Die Hütteldorfer halten damit bei drei Erfolgen in der Qualifikation der UEFA Conference League, einem Sieg im ÖFB-Uniqa-Cup und zwei „Dreiern“ in der Liga. Sechs Siege zum Saisonauftakt gelangen Rapid zuletzt 1987/88, damals konnten die Grün-Weißen sogar die ersten zehn Pflichtspiele gewinnen.

Rapids Lauf geht in Ried weiter

Rapid hat auch das sechste Pflichtspiel dieser Saison für sich entschieden. Die Grün-Weißen setzten sich am Sonntag in der zweiten Runde der Admiral Bundesliga in Ried mit 2:1 durch und sind mit sechs Punkten aus zwei Spielen vorerst Spitzenreiter.

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup nahm gegenüber dem Auftakterfolg gegen Altach eine Änderung vor. Serge-Philipp Raux-Yao spielte statt Nenad Cvetkovic im Abwehrzentrum. Ried lief in unveränderter Startformation ein.

Start nach Wunsch für Rapid

Bei großer Hitze gelang den Wienern ein Start nach Wunsch. Ein Klärungsversuch von Schwab bei einer Flanke landete genau beim frei stehenden Horn, der vom Sechzehner mit einem platzierten Flachschuss traf (8.).

Bis kurz vor der Pause kontrollierten die Gäste danach das Spiel, Yusuf Demir (35.) vergab die größte Chance auf einen zweiten Treffer. Im Finish der ersten Hälfte wackelte die Führung aber. Ein Abschluss von Evan Aisowieren nach einem Konter fiel zu schwach aus (41.), ein Schuss von Schwab sprang von der Latte zurück ins Feld (42.).

Keine 30 Sekunden waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Ercan Kara eine „Hundertprozentige“ ausließ. Nach idealer Hereingabe traf der Stürmer aus sechs Metern das Tor nicht. Vier Minuten später kam er wieder aussichtsreich zum Abschluss, konnte den Ball aber nicht gut verarbeiten. Auf der anderen Seite hielt Torhüter Hedl nach Demir-Fehler mit einer starken Parade gegen Aisowieren (52.).

Schwab trifft, fünftes Tor für Haidara

Die Rieder verstärkten ihre Offensivbemühungen und wurden ausgerechnet durch Schwab belohnt. Der ehemalige Rapid-Kapitän, der nach seiner Rückkehr aus dem Ausland erstmals gegen seinen Ex-Club spielte, traf nach Bajic-Flanke per Kopf zum 1:1. Hedl kam beim Kopfball zu spät.

Der Rieder Jubel verstummte aber schnell. Haidara kam elf Minuten nach seiner Einwechslung an einen langen Ball von Hedl und erzielte bereits seinen fünften Pflichtspieltreffer in dieser Saison. Ried hatte noch eine große Ausgleichschance, Rasner brachte bei seiner ersten Aktion nach seiner Einwechslung den Ball aber nicht im Tor unter (83.).

Stimmen zum Spiel:

Mario Despotovic (Ried-Trainer): „In der zweiten Halbzeit haben wir besser ins Spiel gefunden. In Sachen Ballbesitz waren wir generell gut, bei der Chancenverwertung müssen wir besser werden. Wie wir von hinten rausgespielt haben, das war gut, aber wir müssen bei den Angriffen noch ein bisschen zielstrebiger werden. Rapid ist extrem gut im Ballbesitz, da ist es sehr schwierig, einen Zugriff zu bekommen.“

Johannes Hoff Thorup (Rapid-Trainer): „Es ist ein guter Start in die Saison. Wir wussten, das hier wird ein schwieriges Spiel, hier ist es nie einfach. Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, da hatten wir das Spiel großteils unter Kontrolle. Zum Start der zweiten Hälfte hätten wir das zweite Tor machen müssen, dann hätten wir es uns einfacher machen können. Wir hatten das Spiel 60, 70 Minuten unter Kontrolle, dann ist es uns entglitten. Am Schluss ist es ein bisschen hektisch geworden.“

Stefan Schwab (Ried-Torschütze): „In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatten wir ein bisschen Glück, aber nach 60, 65 Minuten haben wir das Spiel immer mehr in die Hand bekommen und sind gefährlicher geworden. Rapid hat nur noch reagiert, wir haben die Kontrolle bekommen und dann den erlösenden Ausgleich gemacht. Schade, dass wir gleich das 2:1 bekommen haben. Mit einem Punkt aus den ersten zwei Spielen ist es ein bisschen zu wenig, aber mich stimmt, wie wir auftreten, positiv.“

Admiral Bundesliga, zweite Runde

Sonntag:

Ried – Rapid 1:2 (0:1)

BWT Oberösterreichische Arena, 6.695; SR Altmann

Torfolge:

0:1 Horn (8.)

1:1 Schwab (74.)

1:2 Haidara (77.)

Ried: Leitner – Malicsek, Chukwudi, Steurer- Bajic, Schwab, Maart, Sorg (83./Rasner) – Nasrawe (60./Lund Jensen), Rhodes (82./Bogue) – Aisowieren (60./Sissoko)

Rapid: Hedl – Bolla, Schöller, Raux-Yao, Horn – Bajlicz (72./Amane), M. Seidl – Y. Demir (66./Wurmbrand), Adamsen (66./Tilio), Dahl (66./Haidara) – Kara (91./Schaub)

Gelbe Karten: Rasner bzw. Bolla