Wurde der Supercup früher in der Regel in Hin- und Rückspiel und danach von 1998 bis 2012 in einer Partie in Monaco ausgetragen, findet dieses Prestigeduell seither jährlich in einer anderen Stadt statt.

2026 hat Salzburg den Zuschlag bekommen und kehrt damit – abseits der Europacup-Heimspiele der heimischen „Bullen“ – nach drei Länderspielen bei der Europameisterschaft 2008 wieder ins ganz große internationale Rampenlicht des Fußballs zurück.

Riesiges Sicherheitsaufgebot für Supercup

Knapp 30.000 Zuschauer und ein in Salzburg so noch nie da gewesenes Sicherheitsaufgebot. Das bringt der Supercup zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa in Salzburg.

In jüngerer Vergangenheit hat sich der europäische Fußballverband (UEFA) bewusst dafür entschieden, den Supercup in kleineren Märkten wie in Tiflis (2015) oder im Vorjahr in Udine auszutragen. Das Spiel ist mit knapp 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauern längst ausverkauft, parallel zu den Festspielen wird Salzburg damit zum Fußballhotspot.

„Supercup strahlt in die ganze Welt hinaus“

„Es gibt sportliche Großveranstaltungen, die in die ganze Welt hinausstrahlen. Der Supercup ist einer davon“, merkte Edtstadler an. Die Politik in Stadt und Land erwartet sich einen hohen Werbewert und positive Impulse für den Tourismus, die Ausrichtung des Spiels kostet 400.000 Euro – ein Bruchteil jener Summe, die zuletzt andere Finalstädte an Umwegrentabilität lukriert hätten, hatte Red-Bull-Salzburg-Geschäftsführer Stephan Reiter diesbezüglich betont.

Das Duell zwischen PSG und Aston Villa wird in über 100 Länder übertragen und erreicht so 50 bis 80 Millionen Menschen. Alleine 200 Medienvertreterinnen und Medienvertreter werden in Salzburg über den Supercup berichten, 4.000 Menschen sind akkredidiert.

Die Stadt Salzburg zeigt sich mit einem noch nie da gewesenen Sicherheitsaufgebot für den Ansturm internationaler Fans gerüstet, auch auf einen eher unwahrscheinlichen Besuch des Aston-Villa-Edelfans, dem britischen Prinzen William, sei man vorbereitet.

Auf dem Residenzplatz in der Innenstadt findet das Fanfestival statt, wo nicht nur die Trophäen zu bestaunen sein werden, sondern auch der frühere Tennisstar und Supercup-Botschafter Dominic Thiem sein wird.

Die Fußballstars gibt es am Mittwochabend im Stadion zu bestaunen: Bei den Franzosen steht Weltfußballer Ousmane Dembele im Kader von Coach Luis Enrique, bei Aston Villa der Argentinier Emiliano Martinez im Tor. Und seit dieser Saison spielt auch LASK-Meisterkicker Modou Keba Cisse für die „Villans“ von Trainerfuchs Unai Emery.

Erstmals europäisches Finalspiel in Salzburg

Viermal fand ein Finale der Königsklasse im Wiener Prater statt (1964, 1987, 1990 und 1995), 1994 spielte Austria Salzburg sein Heimspiel im Finale des UEFA-Cups ebenfalls in der Bundeshauptstadt, und auch das EM-Endspiel 2008 ging im Oval in Wien-Leopoldstadt über die Bühne.

Nun ist die Stadt an der Salzach erstmals Austragungsort eines internationalen Endspiels, das bei einem Remis nach 90 Minuten direkt zu einem Elfmeterschießen führen würde. Schiedsrichter der Partie wird übrigens der Somalier Omar Artan sein, dem bei der diesjährigen Weltmeisterschaft die Einreise in die USA verweigert worden war. Artan wird der erste Nichteuropäer sein, der ein Supercup-Finale leitet.

Seit 1973 gibt es den europäischen Supercup, als dessen Erfinder der niederländische Journalist Anton Witkamp gilt. Rekordsieger ist Real Madrid mit sechs Siegen, 30 der 50 bisherigen Duelle gingen an den Sieger der Königsklasse (also Landescup der Meister bzw. Champions League), 20-mal jubelte der Europa-League-Gewinner (bzw. davor jener des Cups der Cupsieger), zuletzt vor acht Jahren Atletico Madrid.