Im umkämpften Duell mit Ried waren Torhüter Niklas Hedl und der wieder als „Joker“ erfolgreiche Moulaye Haidara Rapids Erfolgsgaranten. Lange hatte Rapid nach einem frühen Tor von Jannes Horn (8.) alles im Griff, Ende der ersten Halbzeit bei einem Lattenschuss von Stefan Schwab und im Finish mussten die Hütteldorfer aber so richtig zittern.

„Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, da hatten wir das Spiel großteils unter Kontrolle. Zum Start der zweiten Hälfte hätten wir das zweite Tor machen müssen, dann hätten wir es uns einfacher machen können. Wir hatten das Spiel 60, 70 Minuten unter Kontrolle, dann ist es uns entglitten“, analysierte Hoff Thorup.

Rapids Lauf geht in Ried weiter

Rapid hat auch das sechste Pflichtspiel dieser Saison für sich entschieden. Die Grün-Weißen setzten sich am Sonntag in der zweiten Runde der Admiral Bundesliga in Ried mit 2:1 durch und sind mit sechs Punkten aus zwei Spielen vorerst Tabellenzweiter.

Schwab trifft gegen Ex-Club

Ausgerechnet der ehemalige Rapid-Kapitän Schwab bescherte den Riedern den Ausgleich (74.), ehe drei Minuten später neuerlich Haidara seinen großen Wert für die Mannschaft unter Beweis stellte. Nach einem langen Abschlag von Torhüter Hedl setzte sich der 20-jährige Malier durch und durfte bereits über seinen fünften Treffer jubeln.

„In der ersten Halbzeit hatten wir gute Ballbesitzphasen, in der zweiten Halbzeit war es ein brutaler Fight. Wichtig ist, dass wir den Fight so annehmen und das Spiel trotzdem gewinnen. Die Punkte sind das Allerwichtigste“, resümierte Kapitän Matthias Seidl.

Für sein Team geht es derzeit Schlag auf Schlag. Am Mittwoch (18.00 Uhr) sollte Sieg Nummer sieben folgen, wenn Paide im Allianz Stadion gastiert. Rapid hat das Drittrundenhinspiel in der Qualifikation für die Conference League gegen den estnischen Club 4:1 gewonnen und wird sich den Aufstieg ins Play-off nicht mehr nehmen lassen. Dort geht es dann wohl gegen Heart of Midlothian um das erste Saisonziel, die Gruppenphase der Conference League.

Ried muss zu Meister LASK

Auf Ried wartet in dieser Woche eine größere Challenge als auf Rapid. Die Innviertler gastieren am Freitag (19.30 Uhr) im Oberösterreich-Derby bei Titelverteidiger LASK, der schon wieder von der Tabellenspitze lacht.

Die Rieder halten bei nur einem Punkt, der neue Trainer Mario Despotovic ist mit der im Sommer stark umgebauten Mannschaft dennoch nicht unzufrieden. „In Sachen Ballbesitz waren wir gut, bei der Chancenverwertung müssen wir besser werden. Generell hat mir gefallen, wie wir das gespielt haben, das sind Sachen, die uns positiv stimmen für die Zukunft“, so Despotovic.