Mladenovic, bei der Kurzbahn-EM im Vorjahr zweimal mit Bronze dekoriert, kam im letzten Vorlauf nie richtig auf Touren. Auf den Aufstieg fehlten dem dreifachen U23-Europameister als 21. in 1:00,28 Minuten 15 Hundertstelsekunden. „Ich bin überrascht, mit 00,28 nicht im Semi zu stehen“, sagte Mladenovic. „Es ist ein starkes Feld und ein bisschen enttäuschend.“ Er sei „volle Kanne“ geschwommen, am Vormittag über die 100 m sei er aber meistens deutlich langsamer als am Nachmittag.

„Ich stecke meinen Kopf jetzt aber nicht in den Sand“, so Mladenovic im ORF. Der 22-Jährige muss in der französischen Hauptstadt nun auf die 200 Meter Brust am Mittwoch und die 50 Meter Brust am Freitag sowie die Lagen-Staffel zum Abschluss am Sonntag hoffen. Hinter OSV-Rekordler Valentin Bayer (29./1:00,76) klassierten sich über 100 Meter noch Bernhard Reitshammer als 36. (1:01,06) und Laurin Korber-Perner als 54. (1:02,22).

Rekord reicht Kraul-Staffel nicht für Finale

Bei den Frauen kam Iris Julia Berger über 100 Meter Kraul in 54,98 auf Platz 24, für den Einzug ins Semifinale war sie um 44 Hundertstelsekunden zu langsam. Dafür legte Berger im Anschluss als Startschwimmerin der langen Kraul-Staffel in 1:59,07 Minuten die Basis, dass gemeinsam mit Hollinsky, Rückkehrerin Kahler und Omid der mehr als zehn Jahre alte österreichische Rekord von 8:05,23 Minuten, aufgestellt bei der WM 2015 in Kasan, gebrochen wurde.

Bucher: „Das war nichts Gescheites“

Auch im Delfin-Sprint gelang Österreichs Männern der erhoffte Aufstieg nicht. Simon Bucher, vor zwei Jahren in Belgrad über die 50 Meter noch EM-Zweiter, musste sich hinter Lukas Edl (28. in 23,56 Sek.) mit Rang 34 begnügen. Mit seiner Zeit von 23,72 war der Tiroler alles andere als zufrieden. „Das war zu hektisch, das war nichts Gescheites“, meinte Bucher.

Dabei hätte er sich in der Vorbereitung relativ gut gefühlt. Die nächste Chance für den Vizeweltmeister von 2024 sind die 100 Meter am Mittwoch. Valentin Kopf (71./24,83) und Christian Giefing (74./25,33) verpassten im Delfin-Sprint die Top 70. Über 400 m Lagen schlug Noah Zemansky in 4:19,47 Minuten als 14. an. Auf den Finaleinzug fehlten dem 19-jährigen Niederösterreicher 3,41 Sekunden. Philipp Rizek schwamm in 4:28,69 auf Platz 22.