Jeweils die beiden Finalisten sind bei den Spielen 2028 dabei, im Falle einer Endspielteilnahme des fix qualifizierten Olympiagastgebers USA ist auch der Bronzemedaillengewinner in Los Angeles am Start.
Insgesamt gibt es je sechs Tickets für die olympische Premiere der kontaktarmen Variante des American Football, die restlichen drei Teilnehmer müssen sich durch eine Qualifikationsmühle mühen und würden erst 2028 über ihr sportliches Schicksal Bescheid wissen.
Österreichs Männer sind als regierender Vizeweltmeister nach Deutschland gereist, die Frauen schrammten vor zwei Jahren nur knapp als Vierte an der WM-Bronzemedaille vorbei. 15 Teams sind pro Geschlecht am Start, mit NFL-Commissioner Roger Goodell und IOC-Präsidentin Kirsty Coventry wird hohe Sportprominenz erwartet. Am Wochenende sollen bis zu 5.000 Fans in Düsseldorf dabei sein.
Österreichs Männer nur mit zwei Gruppenspielen
Die Herren treffen in der Gruppe B auf Kanada und Japan, nicht aber auf Nigeria. Afrikas Vizemeister kann aufgrund von Visaproblemen sowohl bei den Frauen als auch den Männern nicht in Deutschland antreten. Nigeria galt aber auch nur als Außenseiter auf den Aufstieg.
„Mit Kanada wartet gleich ein starkes Kaliber, wo schon die ersten Weichen gestellt werden. Japan wird mit ihrem für uns unorthodoxen Schema eine Herausforderung sein“, sagte Salamon. Sollte seine Truppe als Zweiter aufsteigen, droht bereits im Viertelfinale ein Aufeinandertreffen mit Titelverteidiger und Topnation USA.
„Wir sind die Nummer zwei der Welt und nehmen diese Challenge gerne an. Wir wollen zeigen, was wir können. Und wenn wir unsere Leistung bringen, wird es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen“, so Salamon, der nach einigen Vorbereitungscamps auch zwei Tackle-Spieler für die WM nominiert hat: die zweimaligen Europameister Paul Schachner (Danube Dragons) und Leonhard Gerner (Vienna Vikings).
Angeführt wird das Zwölf-Mann-Aufgebot von Quarterback Felix Wasshuber in der Offensive sowie Routinier Sebastian Wolf in der Defensive. „Es ist eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, ergänzt mit wenigen Rookies, die sich einen Platz erarbeitet haben. Die Vorbereitung war von Anfang an auf einem hohen Niveau, daher sehen wir uns gut vorbereitet auf die WM“, betonte Salomon im Vorfeld.
Frauen setzen auf bewährte Kräfte
Bei den Frauen kann Headcoach Robert Riedl auf bewährte Kräfte setzen, der Großteil spielte bereits die WM in Lahti, die World Games in Chengdu 2025 und die EM 2025 in Paris, wo man wie die Herren Zweite wurde, zusammen. Bei der EM in Paris musste sich die heimische Auswahl im Finale nur Großbritannien geschlagen geben, auf dieses Team trifft man bei der WM erneut. Hinzu kommen mit Frankreich und China zwei ebenfalls hochkarätige Gegner.
„Die Mannschaft ist bereit, sich mit den besten Teams der Welt zu messen. Mit Großbritannien, Frankreich und China erwartet uns die wohl ausgeglichenste Vorrundengruppe des Turniers. Ich rechne mit drei intensiven und hart umkämpften Spielen. Unser klares Ziel ist der Einzug ins Viertelfinale – und ich bin überzeugt, dass wir das Potenzial haben, dieses Ziel zu erreichen“, sagte Riedl vor dem Abflug zur WM.
Flag-Football-WM 2026 in Düsseldorf
Österreichs Männer-Kader: Valentin Ehrenfried, Leonhard Gerner, Felix Goldmann, Maximilian Hillebrand, Daniel Kindl, Simon Knoll, Paul Schachner, Philipp Straka, Martin Stur, David Tescher, Felix Wasshuber, Sebastian Wolf.