Die Tore für Rapid erzielten Marco Tilio (38.) und Louis Schaub aus einem Elfmeter (82.). Im Kampf um den Einzug in die Ligaphase treffen die Grün-Weißen zu 99 Prozent auf den schottischen Vizemeister Heart of Midlothian.
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup rotierte vor 13.705 Fans kräftiger als angekündigt. Gegenüber dem 2:1-Sieg in der Bundesliga am Sonntag in Ried gab es neun Umstellungen. Einzig Torhüter Niklas Hedl und Innenverteidiger Jakob Schöller blieben in der Startformation. Die Hausherren gaben den Ton an, brauchten aber einige Zeit, um zu klaren Chancen zu kommen.
VAR-Entscheidungen für Rapid
Tobias Gulliksen verfehlte mit einem Heber aus großer Distanz das verwaiste Tor (7.). Tilio prüfte Paide-Goalie Ebrima Jarju mit zwei Schüssen (21., 34.), dann schlug der Australier aber zu. Eaden Roka hatte Nikolaus Wurmbrand in die Tiefe geschickt, dessen Querpass verwertete Tilio. Eine ursprüngliche Abseitsentscheidung gegen Wurmbrand wurde durch den Video Assistent Referee (VAR) zurückgenommen.
Nach VAR-Check zählt Tilios Führungstreffer doch
Das Führungstor für Rapid durch Marco Tilio (38.) wurde erst nach minutemlangen VAR-Check anerkannt.
Nach Seitenwechsel prüfte Moulaye Haidara erstmals Jarju (55.). Auch gegen Schaub war der Paide-Goalie zur Stelle (66.). Auf der Gegenseite machte Hedl Paides größte Ausgleichschance durch Henri Anier zunichte (72.).
Nach einem Foul von Michael Lilander an Wurmbrand sollte es zunächst Freistoß geben. Der VAR sah das Vergehen aber auf der Strafraumlinie. Schaub verwertete den verhängten Elfmeter sicher. Zu diesem Zeitpunkt hatte der 31-Jährige bereits die Kapitänsschleife vom ausgewechselten Schöller übernommen.
Schaub verwandelt Elfmeter zum 2:0
Nach VAR-Eingriff wurde Rapid ein Foulelfmeter zugesprochen, den Louis Schaub zum Endstand verwertete.
Siegesserie fortgesetzt
Nach sieben Saisonpartien in allen Bewerben hält Rapid nun bei einem Torverhältnis von 20:5. Im 25. Pflichtspiel unter Hoff Thorup gelang den Hütteldorfern der 13. Sieg, saisonübergreifend der achte in Folge.
Um die dritte Conference-League-Teilnahme in Folge geht es am 20. August auswärts und sieben Tage später zu Hause gegen den Verlierer des Europa-League-Qualiduells Heart gegen Benfica. Die Portugiesen gewannen das Hinspiel in Lissabon mit 6:1, das Rückspiel steigt am Donnerstag. Heart war zuvor in der zweiten Runde der Champions-League-Quali mit dem Gesamtscore von 0:6 an Sturm Graz gescheitert.
Stimmen zum Spiel:
Johannes Hoff Thorup (Rapid-Trainer): „Ich bin zufrieden, dass wir ohne große Probleme weiter sind. Insgesamt war es ein professioneller Job. Ich habe auf ein bisschen mehr Tempo und mehr Qualität im Angriffsdrittel gehofft. Positiv ist, dass wir bis auf die eine Chance so gut wie gar nichts zugelassen haben. Wir haben nicht gewackelt, die Kontrolle im Spiel hat uns gefallen. Aber es gab viele Dinge, mit denen ich nicht zufrieden war. Das habe ich die Spieler zur Pause auch wissen lassen.“
Marco Tilio (Rapid-Torschütze): „Es hat mich gewundert, dass es vor meinem Tor kein Abseits war, aber ich bin froh. Wir sind gut ins Spiel reingekommen, aber es gibt Raum für Verbesserungen. Wir haben einen guten Saisonstart. Es war der nächste Schritt. Ich fühle mich gut, hatte eine gute Vorbereitung. Ich komme langsam dorthin, wo ich mich haben will.“
Louis Schaub (Rapid-Torschütze): „Eine Runde weiter, das ist positiv, aber mit der Leistung können wir nicht zufrieden sein. Über 90 Minuten war das kein gutes Spiel von uns. Wir müssen schauen, dass wir uns steigern, damit wir dann auch die nächsten Spiele gewinnen. Wir müssen noch an vielen Dingen arbeiten, dass es auch in Zukunft gut ist. Man sollte nicht zu schnell zufrieden sein, aber die sieben Siege sollten uns schon auch Selbstvertrauen geben. Man muss die Spiele am Ende trotzdem erst einmal gewinnen.“
Conference League, Qualifikation
Dritte Runde, Rückspiel:
Rapid – Paide Linnameeskond 2:0 (0:0)
Wien, Weststadion, 13.705; SR Schurman (UKR)
Torfolge:
1:0 Tilio (38.)
2:0 Schaub (82./Elfmeter)
Rapid: Hedl – Roka, Cvetkovic, Schöller (74./Raux-Yao), Auer – Amane (63./Bajlicz), Schaub (84./M. Seidl) – Wurmbrand, Gulliksen, Haidara (63./Dahl) – Tilio (63./Adamsen)
Paide: Jarju – Hi. Ojamaa (68./Tur), Baranov, Victor Hugo, Lilander – Sohna (68./He. Ojamaa), Hoim, Miller (46./Smirnov) – D. Luts (84./Piht), Anier (84./Cham), Daniel Cabral
Gelbe Karten: Schöller, Schaub bzw. Anier
Hinspiel 4:1 – Rapid mit dem Gesamtscore von 6:1 im CO-Play-off