Die Schotten, die in der CL-Qualifikation schon an Sturm scheiterten, liegen in der EL-Quali nach dem Hinspiel gegen Benfica mit 1:6 im Hintertreffen. Vor den zu erwartenden Duellen mit Schottlands Vizemeister empfängt Rapid in der Liga am Sonntag (19.00 Uhr) noch den GAK.
„Wir müssen jeden Gegner respektieren“, betonte Hoff Thorup. „Wir sind glücklich mit den sieben Spielen. Wir haben wahrscheinlich das erreicht, was wir erwartet haben – vielleicht sogar ein bisschen mehr.“ Der Auftritt gegen Paide stimmte ihn aber einmal mehr nicht restlos zufrieden. „Von einigen Spielern war das ein bisschen zu langsam. Wir hätten die letzten 15 bis 20 Prozent mehr Intensität gebraucht.“
Amane steht wohl vor Abgang
Von den Ergänzungsspielern, die ins Team rotiert waren, drängte sich mit Ausnahme von Führungstorschütze Marco Tilio kaum jemand auf. Gegen den GAK dürfte statt Tilio wieder Sturmtank Ercan Kara beginnen. „Ich bin glücklich, dass wir eine starke Konkurrenz haben“, sagte Hoff Thorup. Vergrößert hat sie im Mittelfeld das Startelf-Comeback von Romeo Amane. Der 23-Jährige von der Elfenbeinküste wird allerdings von Spitzenclubs aus Frankreich und englischen Zweitligisten umworben. Er gilt seit Wochen als Abgangskandidat.
„Es gibt viel Interesse bei Romeo Amane, das ist kein Geheimnis“, bestätigte Rapids Sport-Geschäftsführer Markus Katzer. „Da kann noch etwas passieren.“ Bisher ist das richtige Angebot aber nicht eingetrudelt. „Er ist wichtig“, sagte Hoff Thorup über den Mittelfeld-Stabilisator. „Wenn wir ihn verkaufen, müssen es Angebote sein, die den Wert so eines guten Spielers reflektieren.“ Für den Fall versuche man, bestmöglich vorbereitet zu sein. Hoff Thorup: „Ich denke, dann brauchen wir noch einen extra Mittelfeldspieler.“
Hearts „ein Qualitätsschritt nach oben“
Das Transferfenster läuft in Österreich noch bis 3. September. Am Abend des 27. August wird feststehen, ob Rapid zum dritten Mal in Folge in der Ligaphase der Conference League und damit auch im Herbst international vertreten ist. Das Hinspiel gegen die Hearts geht am 20. August über die Bühne, das Rückspiel in Hütteldorf.
Das dazwischenliegende Ligaspiel gegen Salzburg wurde auf Bestreben von Rapid vom 23. August auf den 2. September verschoben. „Es sind zwei sehr wichtige Spiele für den Club. Es geht darum, fit zu bleiben und etwas mehr Zeit zur Vorbereitung zu haben“, begründete Hoff Thorup.
Rapid erreicht nächste Conference-League-Runde
Rapid hat nach einem 2:0-Erfolg gegen Paide Linnameeskond aus Estland die nächste Runde der Conference-League-Quali erreicht. Im Play-off wartet der schottische Vizemeister Heart of Midlothian.
Rapid-Spieler bleiben auf dem Boden
Der 37-Jährige rechnet fest mit den Hearts als Gegner. „Natürlich ist es im Vergleich zu den bisherigen Gegnern ein Qualitätsschritt nach oben. Es werden ausgeglichenere Spiele.“ Gegen Sturm Graz waren die Schotten in der Champions-League-Quali zwar mit dem Gesamtscore von 0:6 untergegangen. „Wenn du drei, vier Minuten davon entfernt bist, schottischer Meister zu werden, hast du aber einen guten Job gemacht“, betonte Hoff Thorup.
Rapid muss seinen auch in den nächsten Partien erledigen. „Natürlich wissen wir, dass die Gegner noch nicht auf einem Top-Top-Level waren und wir uns steigern müssen“, versicherte Routinier Louis Schaub. „Wir hatten in vielen Spielen viel Kontrolle, aber es ist zu wenig dabei rausgekommen.“ Man werde weiter hart arbeiten, versprach Torhüter Niklas Hedl. „Wir wollen weiter gewinnen, es macht gerade richtig viel Spaß.“
Fiala im Anflug auf Hütteldorf
Freude soll Rapid auch die bevorstehende Verpflichtung von Wolfgang Fiala bereiten. Der bisherige Sport-Geschäftsführer von Ligarivale SV Ried soll als Technischer Direktor nach Hütteldorf kommen – möglicherweise früher als per Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag mit Jahresende. „Ich kann Gespräche bestätigen, aber noch keinen Vollzug“, sagte Katzer dazu im ORF. Fiala habe in den vergangenen Jahren in Ried „hervorragende Arbeit geleistet“.
Einen Mann, der bei einem anderen Verein bereits als Geschäftsführer Sport tätig gewesen sei, in anderer Position einsetzen zu können, wäre laut Katzer „großartig“. Er wolle aber nicht vorgreifen. „Wir werden mit einer Presseaussendung rausgehen, wenn es so weit ist. Momentan ist es noch nicht so weit.“ Der 38-jährige Wiener Fiala hatte als Kind einst selbst die Fußballschuhe für Rapid geschnürt.