Den Beweis dafür lieferten die Rieder in der vergangenen Saison mit einem 3:1 in Linz. „Wir haben letztes Jahr das Derby verloren und werden alles daransetzen, es zu gewinnen“, betonte Kühbauer nun.
Auch die weiteren direkten Duelle fielen alles andere als deutlich aus: Im Februar glichen die Linzer im Innviertel in letzter Minute zum 1:1 aus, im Cuphalbfinale setzte sich der LASK in einem hitzigen Match mit 2:1 nach Verlängerung durch. „Es wird sicher ein emotionales Spiel, und wir freuen uns auf die Aufgabe“, sagte Kühbauer und prophezeite: „Ich gehe von Emotionen aus, die nicht ausufern.“
Im Gegensatz zu den Szenen nach dem Cupsieg, als Kühbauer seinem Gegenüber Maximilian Senft das Shakehands verwehrte. Zuvor hatten die LASK-Spieler für die Rieder zu provokativ gefeiert, die Gäste sahen sich anhaltenden Beleidigungen ausgesetzt. „Emotionen gehören zum Fußball dazu. Am Platz Emotion, auf der Bank nicht“, so Kühbauer, der in der ORF-Sendung „Fußball am Sonntag“ (18.15 Uhr) zu Gast sein wird.
Torjäger Kalajdzic wird offiziell verabschiedet
Emotionale Momente wird es bereits vor dem Anpfiff geben. Torjäger Sasa Kalajdzic, der in der Double-Saison von Wolverhampton an die Linzer verliehen war, wird offiziell verabschiedet. Der ÖFB-Stürmer kehrte im Sommer zum Premier-League-Absteiger zurück, wo laut Medienberichten allerdings nicht mehr mit ihm geplant werden soll.
„Ich würde ihn durch Linz tragen, wenn er wieder zu uns kommt“, kündigte Kühbauer an. Ein Wechsel des 29-Jährigen in eine Topliga scheint aufgrund des Gehalts in Millionenhöhe wahrscheinlicher.
Für den LASK geht es um eine gelungene Generalprobe für den Europacup-Schlager gegen Celtic. Die Schotten sind die letzte Hürde auf dem Weg in die Champions League, am Mittwoch steht das Hinspiel in Glasgow auf dem Programm. „Es wäre schlimm, wenn wir schon an Celtic denken würden“, betonte Kühbauer. „Wir sind total auf Ried fokussiert, alles andere wäre nicht in Ordnung.“
Ried will „etwas mitnehmen“
Die Innviertler wiederum wollen im 70. OÖ-Derby den ersten Saisonsieg in der Liga feiern. Nach einem 1:1 bei Aufsteiger Austria Lustenau mussten sich die Rieder am Sonntag Rapid knapp mit 1:2 beugen.
„Wir gehen als Underdog in dieses Derby, sind aber sehr optimistisch, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans aus Linz etwas mitnehmen können“, sagte Ried-Neuzugang Stefan Schwab.
Für Ried-Cheftrainer Milos Despotovic ist sein erstes OÖ-Derby etwas Besonderes. „Jetzt fahren wir zum Tabellenführer und wissen, dass der LASK viel Qualität in seinen Reihen hat. Für uns ist das eine reizvolle Aufgabe“, sagte der 41-Jährige. Schwab ergänzte: „Wir müssen unser Spiel auf den Platz bringen, uns defensiv klar steigern und auch offensiv noch besser werden.“