Mit dem Transfer von Tabakovic ist Salzburg im Juli über seinen Schatten gesprungen. Fünf Millionen Euro Ablöse hat der jahrelang auf die Entwicklung junger Talente fixierte Club in den 32-jährigen Stürmerroutinier investiert. „Natürlich ist es wichtig, dass wir einen Stürmer haben, der trifft“, sagte Trainer Danny Röhl.
Die weiteren Angreifer Karim Konate und Yorbe Vertessen seien aber genauso wichtig. „Wir brauchen alle drei, es sind drei ganz unterschiedliche Typen.“ Tabakovic hätte ihm nach einem gesundheitlichen Fragezeichen erst am Spieltag auf Zypern signalisiert, dass er einsatzfähig sei. Mit seinem Hattrick schoss er Salzburg fix in eine europäische Gruppenphase.
Salzburg steht im Play-off der Europa League
Red Bull Salzburg konnte sich gegen Pafos aus Zypern durchsetzen und hat damit das Play-off der Europa League erreicht.
„Da wächst etwas zusammen“
Bei einem Stürmer gehe es um Tore, gestand Tabakovic. „Wir müssen aber auch analysieren, was wir nicht so gut gemacht haben.“ Der 1,96 Meter große bosnische Teamstürmer war nach der WM von Hoffenheim nach Salzburg gewechselt. In der Liga hat er noch nicht getroffen.
Nach einem 0:2-Pausenrückstand erwiesen sich im Rückspiel Umstellungen im Pressingverhalten als mitentscheidend. Er würde versuchen, seine Ideen einzubringen, sagte Röhl. „Final geht es aber darum, wie die Jungs das umsetzen“, betonte der Sachse. Er sei glücklich, wie viel Resilienz sein Team in dieser Saison bisher gezeigt habe. „Es ist ein großer Glaube da. Da wächst etwas zusammen, das brauchen wir auf unserem Weg.“
Zawieschitzky beweist sich in Europa League
Sonderlob vom Trainer gab es aber auch für Christian Zawieschitzky. Der 19-Jährige hätte sich das Gegentor beim 1:1 in der Liga gegen den WAC sehr zu Herzen genommen. „Dann so zurückzukommen in Europa ist für einen jungen Torwart sensationell“, meinte Röhl.
„Ich bin sehr zufrieden.“ Zypern sei ein schwieriger Boden gewesen. Pafos habe schon in der vergangenen Saison auf höchstem Level in der Champions League gezeigt, wie konkurrenzfähig man sei.
Mjällby wird „keine einfache Aufgabe“
Das erste Etappenziel ist erreicht. „Es ist sehr schön, dass wir wissen, dass wir auf jeden Fall europäisch spielen“, sagte Röhl. „Jetzt werden wir das Maximale anstreben.“ Statt des Trostpflasters Conference League soll es im Play-off gegen Mjällby AIF in die Ligaphase der Europa League gehen.
Das Hinspiel geht nächsten Donnerstag in Südschweden über die Bühne, das Rückspiel folgt am 27. August in Salzburg. Schwedens Überraschungsmeister war zuvor in der Champions-League-Quali mit dem Gesamtscore von 1:4 an Slovan Bratislava gescheitert, Salzburg gilt als Favorit.„Wir treffen wieder auf einen Gegner, der sehr gefestigt ist. Das wird auch keine einfache Aufgabe“, warnte Röhl vor Mjällby.
UEFA Europa League, Qualifikation, dritte Runde, Rückspiel
Donnerstag:
Pafos – Salzburg 3:3 (2:0)
Limassol, 6.000, SR Pinheiro (POR)
Torfolge:
1:0 Lele (15.)
2:0 Biel (37.)
2:1 Tabakovic (54.)
2:2 Tabakovic (58./Elfmeter)
2:3 Tabakovic (70.)
3:3 Mammadow (84.)
Pafos: Majecki – Bruno Felipe, Goldar, David Luiz, N. Ioannou – Sunjic (75./Anderson), Pepe – Dragomir (82./ Mammadov), Guga (61./Ngamaleu), Biel – Lele
Salzburg: Zawieschitzky – Veratschnig (82./Morgalla), Boma, Zabransky, Schmid – Mazurek, Barry – Kitano (46./Baidoo), Vertessen (82./Drexler), Redzic (86./Krätzig) – Tabakovic (75./Konate)
Gelbe Karten: Bruno Felipe bzw. Veratschnig
Salzburg mit dem Gesamtscore von 4:3 weiter, im Europa-League-Play-off wartet nun der schwedische Meister Mjällby AIF