Nach der offiziellen Verabschiedung von Ex-LASK-Stürmer Sasa Kalajdzic sahen die 14.507 Zuschauer in der Raiffeisen Arena zuerst einen Überraschungstreffer der Innviertler durch Pape Sissoko (8.). Danach lief die Partie wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Ried-Tormann Andreas Leitner, der viermal hinter sich greifen musste.
Samuel Adeniran glänzte als Doppeltorschütze (10., 27.), Moses Usor (17.) und „Joker“ Christoph Lang (57.) trugen sich auch in die Schützenliste ein. Wermutstropfen für die Linzer war eine völlig gerechtfertigte Rote Karte für Robert Ljubicic (74./Foul).
Gegentreffer als LASK-Weckruf
Die Rieder gingen mit dem Fokus in die Partie, hinten dicht zu machen, konnten aber trotzdem schnell vorne Akzente setzen. Einen vermeintlichen Schussversuch von Stefan Schwab verlängerte Sissoko im Rutschen zum 1:0. Melayro Bogarde hatte die Aktion mit einem Fehlpass eingeleitet.
Das alles diente den Linzern aber scheinbar als Weckruf, die postwendend beeindruckend zurückschlugen. Nach einem Usor-Pass traf Adeniran mit links ins lange Eck. Auch die Führung ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem weiten Andrade-Zuspiel über die Abwehr schliefen die Rieder, und Usor traf via Lupfer.
Lang sorgt für Entscheidung
Auch beim dritten Gegentor war das Rieder Abwehrverhalten dürftig. Adeniran konnte sich den Ball nach Vorarbeit von Bogarde auf den linken Fuß legen und vollendete gefühlvoll ins lange Eck. Einen vierten Gegentreffer verhinderte Leitner in höchster Not bei einem Usor-Abschluss (45.+2). Endgültig den Deckel drauf machte Lang, der einen Bilderbuchkonter nach mehrmaligem Zuspiel mit Usor abschloss. Alessandro Schöpf verfehlte gleich darauf nur knapp das Tor (59.).
Von Ried war abgesehen von der Anfangsphase offensiv nichts mehr zu sehen. Auch nicht wirklich in der Schlussphase in Überzahl. Ljubicic hatte nach einem überharten Einsteigen von hinten gegen Jonas Mayer vorzeitig den Platz verlassen müssen. Für die Linzer war es Ligasieg Nummer drei nach dem 3:0 gegen den GAK und 2:0 bei der Wiener Austria. Die Rieder sind nach einem 1:1 bei Lustenau und 1:2 gegen Rapid unter Trainer Mario Despotovic in der Liga weiter ohne Sieg.
Stimmen zum Spiel
Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): „Wenn man 4:1 gewinnt, dann muss man zufrieden sein. Wir haben das Spiel richtig schlecht begonnen. Das Gegentor hat uns in die Karten gespielt. Ich habe das Gefühl gehabt, dass meine Burschen das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Wir haben es dann schnell auf die Erfolgsspur geschafft gegen einen Gegner, der überfordert war. Die Rote Karte von Ljubicic ist das Einzige, was mich stört. Die Spiele werden nicht weniger, wunderbar, dass wir neun Punkte haben.“
Mario Despotovic (Ried-Trainer): „Gratulation dem LASK zum verdienten Sieg. Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben aber schnell das Gegentor kassiert. Die Restverteidigung ist etwas, woran wir arbeiten müssen. Der Gegner hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Generell war es nicht gut genug. Wir müssen schauen, wo war der Fokus in dem Moment beim schnellen Gegentor. Der Gegner hat sehr gut verschoben, sie haben sehr viel Intensität. Die Struktur in der Offensive war okay, die Ausführung muss besser werden. Wir werden das in der Zukunft besser machen, müssen es noch klarer ausspielen.“
Admiral Bundesliga, dritte Runde
Freitag:
LASK – Ried 4:1 (3:1)
Linz, Raiffeisen Arena, 14.507 Zuschauer, SR Sadikovski
Torfolge:
0:1 Sissoko (8)
1:1 Adeniran (10.)
2:1 Usor (17.)
3:1 Adeniran (27.)
4:1 Lang (57.)
LASK: Jungwirth – Jörgensen (83./Kane), Mbuyamba, Tornich, Andrade, Bello – R. Ljubicic, Bogarde (63./Flecker), Horvath (46./Schöpf) – Usor (63./Danek), Adeniran (55./Lang)
Ried: Leitner – Malicsek, Radonjic (85./Lund Jensen), Chukwudi, Steurer, Sorg (79./Kusanovic) – Maart, Schwab (65./Rasner), Aisowieren (65./Boguo) – Bajic, Sissoko (65./Mayer)
Rote Karte: R. Ljubicic (74./Foul)
Gelbe Karten: Keine bzw. Malicsek, Chukwudi, Boguo