Zöchling folgte auf Roland Assinger, der sich eine „Luftveränderung“ gewünscht hatte und eine Trainerposition im Europacup der ÖSV-Männer übernahm. Zöchling bekam bei seinem Amtsantritt aber „keinen Rucksack umgeschnallt“, wie er sagte. „Wir haben über die Vergangenheit geredet, man will sich im Gesamten ja weiterentwickeln. Aber im Großen und Ganzen bin ich der Überzeugung, dass ich ein intaktes Team übernommen habe, mit dem ich gut weiterarbeiten kann.“

Es sei gut gearbeitet worden und gute Trainer am Werk, jede Weltcup-Gruppe erzielte einen Podestplatz, es ist ein „funktionierendes System“, meinte Zöchling. „Dass sie es können, haben sie gezeigt, jetzt müssen wir Konstanz reinbringen und schauen, dass wir permanent jemanden auf dem Podest mit dabei haben. Es sind Athletinnen da, die richtig schnell und gut Ski fahren können.“

„Offene Kommunikation“

Zöchling arbeitete von 2010 bis 2024 für den ÖSV, war danach Trainer der norwegischen Technikerinnen, ehe er für den Chefposten nach Österreich heimkehrte und sich gleich „sehr willkommen“ fühlte. Zum Teil besuchte er die Läuferinnen auch daheim für persönliche Gespräche. „Man muss ehrlich sein, wir sind im Leistungssport tätig, da wird Leistung gefordert. Das ist klar. Aber das versuche ich in einer ruhigen Art und Weise rüberzubringen und zu kommunizieren.“

„Unsere Aufgabe ist, sie bestmöglich zu unterstützen, dass sie am Renntag ihre bestmögliche Performance abliefern können.“ Zuhören, Schlüsse ziehen und Lösungen finden, die realistisch und zielführend sind, sei seine Vorgabe. Gelebt werden soll die offene Kommunikation. „Denn wenn ich etwas nicht weiß, kann ich es nicht lösen“, sagte Zöchling.