Österreich hat somit alle sechs Spiele bei dieser EM für sich entschieden und bilanziert mit einer eindrucksvollen 20:1-Satzbilanz. „Wir laufen seit 16 Jahren einem Männer-Titel hinterher. Mich freut es für die Mannschaft, aber auch für den österreichischen Faustball extrem, dass wir es in dieser Woche geschafft haben“, sagte Teamchef Siegfried Simon, der gemeinsam mit Kotrainer Dietmar Weiß 2010 beim davor letzten EM-Gold noch selbst gespielt hatte.
Es war das dritte EM-Finale in dieser Konstellation in Folge. Schon in der Gruppenphase hatten Österreichs Männer gegen die Deutschen klar mit 3:0 gewonnen. Nach einer makellosen Gruppenphase gewann die Auswahl von Teamchef Siegfried Simon gegen Serbien (3:0) und erreichte durch einen 4:1-Sieg gegen Italien wieder das Endspiel.
Österreich holt Faustballeuropameistertitel
Zum ersten Mal seit 2010 holten sich Österreichs Faustballer wieder den Europameistertitel. Das Team besiegte am Samstag im Finale Deutschland nach einer Galavorstellung mit 4:0 (11, 3, 5, 4) und entthronte damit den Rekordeuropameister nach fünf Titeln in Folge.
Im Finale folgte dann die Kür. „Es war ein unglaubliches Spiel. Es hat einfach funktioniert. Wir haben es geschafft, dass wir Deutschland niederringen. Wir wussten, wenn wir einen Punkt haben wollen, müssen wir den zwei- oder dreimal machen. Wir sind unglaublich stolz. Zuletzt haben wir das 2010 geschafft, ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte der Man of the Match, Marcel Wiesinger, im Interview.
Finalgala nach Fehlstart
Dabei begann das Finale alles andere als gut für die Österreicher, sie drehten aber einen 0:4-Rückstand. Damit haderte der deutsche Teamchef Olaf Neuenfeld. „Der erste Satz war total ärgerlich. Unsere Taktik ging komplett auf, wir haben bis zum Satzende geführt und hatten Chancen. Das war klar, wenn Österreich den Satz noch umbiegt und dann im zweiten gleich von vorne rausspielt, dann ist schwierig zu bestehen. Wir haben zu wenig Druck entwickelt. Herzlichen Glückwunsch an Österreich, das ist heute mehr als verdient.“