Giefing schied auch über 400 m Kraul im Vorlauf aus. Der 18-Jährige blieb in 3:49,14 Minuten und 1,22 Sekunden über seiner vor einem Monat bei Junioren-EM-Bronze fixierten Bestzeit und belegte Rang 20. Die EM-Abendsession ist ab 18.30 Uhr live in ORF Sport + zu sehen.

2,27 Sekunden fehlten der Staffel zum Aufstieg in den Endlauf. „Bei mir allein waren es zwei Sekunden“, meinte Mladenovic über seinen schwächeren Split. „Am ersten 50er habe ich es noch ganz gut gemacht, dann bin ich aber leider komplett gebrochen.“

Giefing hatte nur rund 35 Minuten zwischen dem 400-m-Vorlauf und seinem Staffeleinsatz, mehr als 200 m Ausschwimmen ging sich dazwischen nicht aus. „Ich habe richtig gemerkt, dass ich noch das Laktat von den 400 drinnen gehabt habe. Ich habe leider die Staffel ein bisschen runtergezogen“, gab er sich selbstkritisch.

Halbeisen und Edl schnell

Zufrieden konnten Halbeisen und Edl sein. Halbeisen markierte als Startschwimmer persönliche Bestzeit über 100 m Rücken, mit 54,13 Sekunden fehlen dem Vorarlberger nur noch acht Zehntel auf den 17 Jahre alten OSV-Rekord von Markus Rogan.

„Besser kann es nicht laufen“, sagte der 22-Jährige. „Das nächste Mal ist auch mit der Staffel mehr drinnen. Ich fand es richtig cool, mit der Staffel da mal für Österreich dabei zu sein.“ Edls fliegender Split betrug 51,68 Sekunden. „Ich glaube, ich habe es ziemlich gut hingekriegt“, so der 19-Jährige.

Angeheizter Konkurrenzkampf

Vor zwei Jahren in Belgrad hatte das OSV-Team mit Bernhard Reitshammer, Valentin Bayer, Simon Bucher und Heiko Gigler in der Lagen-Staffel EM-Goldmedaille gewonnen. Alle vier schauten in Paris zu.

Ziel der Umstellung sei laut Sportdirektor Jakub Maly gewesen, den internen Konkurrenzkampf in Hinblick auf die Langbahn-WM im Juli 2027 in Budapest und Olympia 2028 in Los Angeles anzuheizen.

Maly schreibt die alte Garde keineswegs ab: „Ich würde nicht sagen, die alte Staffel ist weg, sondern es sind vier jüngere Leute da. Die werden sich alle zurückkämpfen wollen.“