Nach einer Viertelstunde lagen die Hütteldorfer bereits mit 3:0 voran. Kara (5., 12.) schnürte einen frühen Doppelpack, Toni Adamsen (14.) erhöhte, ehe Nenad Cvetkovic einköpfelte (42.). Nach einem weiteren Adamsen-Treffer (45.+4) stand es zur Pause bereits 5:0.
Yusuf Demir machte das halbe Dutzend voll (56.), ehe Neuzugang Adamsen noch zweimal traf (74., 86.). Der GAK präsentierte sich wie schon beim Saisonauftakt (0:3 in Linz) behäbig, zwischendurch hatten die Grazer daheim Aufsteiger Lustenau mit 2:1 bezwungen.
17.651 Fans im Allianz Stadion feierten somit den achten Sieg im achten Pflichtspiel, den höchsten in der noch jungen Saison und unter Trainer Johannes Hoff Thorup. Zugleich war es Rapids höchster Ligaerfolg seit fast 41 Jahren, auch damals hieß der Gegner GAK (10:0 am 27.9.1985). Der GAK von Trainer Ferdinand Feldhofer präsentierte sich desolat und bleibt mit drei Punkten in der unteren Tabellenhälfte.
Höchste Siege der Bundesliga-Geschichte: 22.06.1977 Rapid Wien GAK 11:1 27.09.1985 GAK Rapid Wien 0:10 22.05.1982 Wacker Innsbruck Austria Salzburg 9:0 22.08.2004 SW Bregenz Austria Wien 0:9 23.04.2016 Mattersburg Austria Wien 0:9 25.06.1983 Austria Wien SC Neusiedl 8:0 21.04.1984 Rapid Wien SC Neusiedl 8:0 10.08.2014 RB Salzburg SV Grödig 8:0 17.10.2015 RB Salzburg Admira 8:0 16.08.2026 Rapid GAK 8:0 05.08.1986 Rapid Wien Austria Klagenfurt 8:1 20.06.1987 Wiener Sportclub Sturm Graz 8:1 31.08.1991 Austria Wien Donawitzer SV 8:1 29.11.2008 Rapid Wien SCR Altach 8:1 29.09.2013 RB Salzburg SC Wr. Neustadt 8:1 04.04.2021 WAC Rapid 1:8
Auf Rapid wartet nun das erste von zwei Entscheidungsspielen um einen Platz in der Ligaphase der Conference League. Am Donnerstag (20.45 Uhr, live in ORF1) treten die Grün-Weißen in Edinburgh im Play-off-Hinspiel bei Heart of Midlothian an. Für den GAK geht es einen Tag später weiter, am Freitag (19.30 Uhr) ist man in Ried zu Gast.
Rapid entscheidet Partie bereits in Anfangsphase
Thorup schickte im Vergleich zum Europacup-Auftritt gegen Paide acht neue Spieler in die Startelf. Nur Keeper Niklas Hedl, Innenverteidiger Cvetkovic und Mittelfeldmann Romeo Amane waren erneut von Beginn an dabei. Bei den Grazern stand erstmals der niederländische Stürmer Anthony Smits in der Startelf. Petter Nosa Dahl setzte nach 50 Sekunden das erste Rufzeichen, sein Schuss strich nur knapp am Gehäuse von GAK-Keeper Cican Stankovic vorbei.
Es war zugleich der Auftakt einer Rapid-Viertelstunde, die diesmal schon zu Beginn der Partie stattfand. Denn kurz darauf war Kara zur Stelle und staubte nach einem Stangenschuss von Matthias Seidl unter Mithilfe des GAK-Verteidigers Beres Owusu zum 1:0 ab.
Auf der Gegenseite ließ Peter Michorl eine Gelegenheit zum Ausgleich nach Smits-Vorlage liegen (11.), was sich sofort rächte. Jannes Horn bediente mit einer Flanke Kara, der per Kopf auf 2:0 stellte. Nur zwei Minuten später fand Dahl Adamsen, der den Ball nur mehr ins leere Tor schieben musste. Der Treffer wurde erst wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben, was der VAR aber widerlegte.
Gegen nachlässig verteidigende Steirer verpasste Dahl den vierten Treffer (27.). Den erzielte schließlich Cvetkovic nach einer Seidl-Flanke per Kopfball. In der Nachspielzeit kam Seidl zu seinem dritten Assist: Seine Flanke fand Adamsen, der zunächst an Stankovic scheiterte. Im Nachsetzen gelang aber auch dem Dänen sein zweiter Treffer. Damit ging es in die Pause, es war für Rapid die höchste Halbzeitführung in der Bundesliga seit dem 6:1-Sieg im November 2015 in Mattersburg.
Rapid bleibt nach Pause am Drücker
Feldhofer brachte für die zweite Hälfte mit Daniel Maderner und Ismael Guerti zwei frische Kräfte, allein es half nichts. Rapid blieb am Drücker. Stankovic rettete gegen Demir (52.) und Kara (54.), war aber schließlich gegen einen satten Schuss von Demir chancenlos. Horn traf mit einem feinen Außenristschuss nur die Latte (74.). Das Leder landete aber bei Adamsen, der nicht lange fackelte und seine Torjägerqualitäten erneut unter Beweis stellte. Der 31-Jährige hatte schließlich auch das Schlusswort zum 8:0 (86.).
Stimmen zum Spiel:
Johannes Hoff Thorup (Rapid-Coach): „Es war ein guter Fußball von uns, mit vielen guten Momenten, viel hoher Qualität. Aber am wichtigsten ist eine Mannschaft, die bei allem zusammenhält, was wir tun. Die dafür sorgt, dass wir die Fehler der anderen ausgleichen, die dafür sorgt, dass wir die Laufwege füreinander gehen. Es fällt mir heute sehr, sehr schwer, einzelne Dinge hervorzuheben, denn ich glaube, es ist wahrscheinlich das erste Mal in meiner Karriere als Trainer, dass es tatsächlich einen Moment gab, in dem ich mich einfach zurücklehnen und meine Fußballmannschaft genießen konnte.“
Ferdinand Feldhofer (GAK-Trainer): „Es war grottenschlecht. Wir sind von Anfang an unter die Räder gekommen. Bei Rapid waren von den ersten vier Torschüssen drei drinnen. Wir haben eigentlich keine Lösungen gehabt, wie wir da irgendwie rauskommen. Eine Entschuldigung von meiner Seite an alle, die mit dem GAK sympathisieren. Es ist ein sehr, sehr bitterer Moment – für mich persönlich sportlich gesehen der schlimmste Moment als Spieler und Trainer. Und das sagt einiges.“
Admiral Bundesliga, dritte Runde
Sonntag:
Rapid – GAK 8:0 (5:0)
Wien, Allianz-Stadion, 17.651, SR Talic
Torfolge:
1:0 Kara (5.)
2:0 Kara (12.)
3:0 Adamsen (14.)
4:0 Cvetkovic (42.)
5:0 Adamsen (45.+4)
6:0 Demir (56.)
7:0 Adamsen (74.)
8:0 Adamsen (86.)
Rapid: Hedl – Bolla, Cvetkovic (80./Schöller), Raux-Yao, Horn – Amane (69./Bajlicz), M. Seidl – Y. Demir (84./Haidara), Adamsen, Dahl (69./Wurmbrand) – Kara (80./Tilio)
GAK: Stankovic – Owusu, Pines, Vraa – Gragger, Koch (68./Markovic), Michorl, Hermesh, Klassen – Smits (46./Guerti), Hofleitner (46./Maderner)
Gelbe Karten: Keine bzw. Koch, Hofleitner, Klassen, Pines